Dienstag, 23. Oktober 2012

Bayerischer Herbst






wie immer sind die Fotos von mir selbst aufgenommen - die Rechte liegen bei mir!

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Mittwoch, 17. Oktober 2012

"Wir haben keine andre Zeit als diese"

Präsentation der Gesamtausgabe der Werke und Briefe Mascha Kalékos
Tilman Spengler im Gespräch mit der Herausgeberin Jutta Rosenkranz und der Zeitzeugin und Freundin Mascha Kalékos, Gisela Zoch-Westphal

Gelesen von Maria Schrader

Mittwoch, 24.10.12 - 19.30 Uhr
Jüdisches Gemeindezentrum
St. Jakobs-Platz 18
(Karten unter 20 24 00 491 oder per E-Mail an karten@ikg-m.de oder Abendkasse - aber Anmeldung wäre gut)
Freude über Freude - es folgen weitere Events:


Sonntag, 14. Oktober 2012

Glück

Meine Plaudereien über Liebe, Familie und Erinnern will ich heute um Gedanken zum "Glück" ergänzen. Glück, Liebe und Freundschaft gehören nämlich zusammen.

Nicht erst seit Platon und Aristoteles oder Seneca philosophieren wir über das Glück. In moderner Zeit versuchen Naturwissenschaftler die Chemismen, endogene Botenstoffe, Medikamente und Hormone zu erfassen, die Glücksgefühle auslösen wie Endophine, Serotonin, Dopamine und Oxytocin. Die Meinungsforscher erheben demoskopische Statistiken und soziologische Daten zu Glücksfaktoren. Psychologen untersuchen emotionale und soziale Bedingungen und beobachten die Zusammenhänge zwischen Glück und Kommunikation sowie Erziehung und Kindheit. Daneben gibt es leicht verständliche Darstellungen zum Thema Glück von E. von Hirschhausen und Anselm Grün. 

Bergeweise könnte ich Zitate zu diesem Thema bringen - im Zeitalter des Internets ein leichtes Projekt. Ich will keine philosophische oder medizinische Doktorarbeit (ab)schreiben - nur einen kleinen Post für meinen Salon.

Täglich erfahre ich an mir, meinem Mann und meinen Patientinnen, daß Menschen, die ihre Arbeit, ihre Mitarbeiter und Kollegen lieben, glücklich sind. Das wirkt fort in den Alltag und die Beziehungen, so wird ein Tag fröhlich, glücklich und befriedigend. Jede gelungene Kommunikation mit unseren Patientinnen trägt also zu diesem Glück bei. Danke! Ich hoffe also, dass uns alles richtig gelingt und dass wir niemals Fehler zum Schaden anderer machen. Dann sind wir glücklich.

Wenn ich mir die Büchlein und Artikel über Glück in Erinnerung rufe, dann sehe ich, dass es vielen wie mir geht: auch für sie bedeutet das Zusammensein mit Freunden und die Bewegung in der Natur das größte Glück. 
So verbringe ich in den letzten Jahren meine Geburtstage mit meinen Freunden und Patenkindern. Wir waren gemeinsam auf dem Kohlgruber Hörnle, der Neureuth und am Tegernsee, bei einer Kutschfahrt im Murnauer Moos. Seit vielen Jahren wandern wir einige Tage im September mit 8 befreundeten Ehepaaren (die Männer kennen sich aus der Studienzeit) irgendwo in Deutschland. Seit einigen Jahren sind wir zu drei befreundeten Ehepaaren in einer Stadt Europas unterwegs. Angefangen haben wir mit einem Wochenende in Krakau, inzwischen waren wir in Palermo, Venedig, Stockholm, Rom, Kopenhagen und zuletzt an der Amalfitana. Es ist jedesmal herrlich. Wir haben einen Gleichklang in der Art des Genießens und der Fähigkeit zur Begeisterung. Das ist Glück! Schwimmen vor dem Frühstück, der Duft von reifen Pfirsichen und Orangen, die Gischt beim Bootfahren im Gesicht, das Erleben von fremden Kulturen, der Geschmack von Europas verschiedensten Speisen vom schwedischen Heringsbüffet bis zur italienischen Pasta mit Meeresfrüchten. 
Das gemeinschaftliche Erleben ist besser als jedes Pharmakon, was das Auslösen von Glücksgefühlen angeht! Man denke an gemeinschaftliches Singen bei Chören, an gemeinschaftliche Wanderungen, Volkstänze, Ballspiele oder auch die unglaubliche Heiterkeit und die Glücksgefühle bei einem Parabelflug. Alles ist viel besser als synthetische Drogen oder Medikamente. Fotos und gemeinsame Erinnerung können diese Gefühle lange wachhalten und reproduzieren.

Zusammengefasst: das Glück liegt in der Begegnung mit Menschen im Alltag und ist viel einfacher zu haben als alle Theorie uns glauben läßt. Das allerwichtigste sind also Menschen, die unsere Freude (nicht nur unser Leid) mit uns teilen! Manchmal ist es also der Freund, der kurz zur Tasse Kaffee vorbeikommt, um uns sein Ohr zu leihen.

goldene Herbstszenen

Gerade ist die Sonne über der Stadt aufgegangen und schickt die ersten Strahlen in die Baumgipfel. Damit erstrahlen die Herbstfarben in hellem Goldton. Jede Jahreszeit hat Ihre schönen Seiten.
Immer wieder lohnt es sich auf Motivsuche an der Isar entlang zu bummeln oder in die bayrischen Voralpenlandschaft zu fahren. Auch wenn ich es noch nie geschafft habe, den Ahornboden in Indian-Summer-Rot zu erleben. Hier einiger meine schönsten "Kalenderblätter":



bei Weyarn

Spitzingsee

Spitzingsee





Ramersdorf



an der Isar



am Friedensengel


Tölzer Land

Chiemgau

Ahornboden

Ahornboden

zwischen Himmel und Erde

die Rechte der Fotos in diesem Salon liegen bei mir, da von mir selbst aufgenommen







Freitag, 12. Oktober 2012

Ankündigung zweier weiterer Events:
1. in der Galerie Wittenbrink:


 2. in der Galerie Häussler Contemporary:


Dienstag, 9. Oktober 2012


Frau Madl-Hartmann weist auf ihr Angebot zu neuen Kunst-Kultur-Events hin:

KongressKulturKonzept


Allgemeine Hinweise zum Kunstabonnement 2012/2013

Das Abonnement umfasst sechs Führungen und kann am 
Dienstag 18 Uhr (je nach Öffnungszeiten auch früher),
Mittwoch 11 Uhr oder 
Samstag 11 Uhr 
stattfinden, wenn die Mindestteilnehmerzahl erreicht wird.

Treffpunkt und Uhrzeit teilen wir Ihnen noch einmal ca. eine Woche vor der jeweiligen 
Führung per email mit.

Bitte melden Sie sich per email unter Angabe Ihres Namens, Adresse, Telefonnummer (Handy) bei 
Dr. Susanne Stocker und Iris Madl, Aribostr. 16a – 82166 Gräfeling, Tel. 089 89839895 – Fax 089 89 83 98 83 – Mobil Dr. Stocker 0179 47 32 046, Madl 0171 88 88 799, Mail: susanne_stocker@gmx.de

im Detail:
KongressKulturKonzept

Kunstführungen2012/2013

Oktober 2012
Churfürstliches Bayerisches Freudenfest zur Geburt von Max Emanuel 1662
Zwei Wochen lang feierte der bayerische Hof die Geburt des Thronfolgers am 11. Juli 1662 mit „Events“, die sich mit den aufwändigen barocken Festen in Paris, Dresden und Wien durchaus messen konnten. Der Einzug zum festlichen Turnier „AntiopeGiustificata“ mit über 500 Teilnehmern wird zum ersten Mal in Gänze vorgestellt, in Reprographien der in seltenen Fällen erhalten gebliebenen „Inventionsrolle“, die Kostüme, Wagen und Inszenierungen des entwerfenden Regisseurs minutiös festhält.

Dienstagsabo: 23. Oktober 2012, 15 Uhr
Mittwochsabo: 24. Oktober 2012, 11 Uhr
Samstagsabo: 27. Oktober 2012, 11 Uhr
Treffpunkt: Kassenraum Residenz
Führung: Dr. Sigrid Epp


November 2012
„Pracht auf Pergament – Schätze der Buchmalerei“
Asketische Mönche, die sich bei schwachem Licht über Tierhäute beugen. Assistenten, die Mineralien zu leuchtendem Farbpulver verreiben. Tinte aus Weißdornrinde und Lampenruß, Lettern aus purem Gold, geheimnisvolle Symbole und Illustrationen, die dem Betrachter eine unbekannte, spirituelle Welt eröffnen: Die Buchmalerei zeigt auf kleinstem Format alles, was das Mittelalter zu leisten fähig war.

Dienstagsabo: 13. November 2012, 18 Uhr
Mittwochsabo: 14. November 2012, 11 Uhr
Samstagsabo: 24. November 2012, 11 Uhr
Treffpunkt: Foyer Hypo-Kunsthalle
Führung: Dr. Sigrid Epp


Januar 2013
Kunstsammlung Goetz
Die 1955 in New York geborene KünstlerinRoni Horn arbeitet in den unterschiedlichsten Medien: Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Künstlerbuch und Text. Die Sammlung Goetz widmet ihr eine Werksschau, die einen repräsentativen Einblick in das gesamte Schaffen der Künstlerin vermittelt.

Dienstagsabo: 08. Januar 2013, 15 Uhr
Mittwochsabo: 09. Januar 2013, 15 Uhr
Samstagsabo: 26. Januar 2013, 11 Uhr
Treffpunkt: Eingang Kunstsammlung Goetz, Oberföhringer Straße 103, 81925 München
Führung: vor Ort


März 2013
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke
Die Abguss-Sammlung antiker Kunstwerke fristet ein Schattendasein, wenngleich sie im Lichthof einer der Führerbauten aus der NS-Zeit ausgestellt ist. Seit der Gründung der Akademien waren derlei Sammlungen Ehrensache für die Kunstmäzene unter den europäischen Herrschern, Bildungsanstalt für Kunststudenten und Wissbegierige. Heute gibt die Sammlung Gelegenheit, die wichtigsten Werke der Antike kennen zu lernen.

Dienstagsabo: 05. März 2013, 18 Uhr
Mittwochsabo: 06. März 2013, 11 Uhr
Samstagsabo: FREITAG 22. März 2013, 18 Uhr
Treffpunkt: Eingang Haus der Kulturinstitute, Katharina-von-Bora-Straße 10,80333 München
Führung: Dr. Sigrid Epp


Juni 2013
Friedlich – Letzte Ruhestätte der Münchner Prominenz
Der Alte Südfriedhof zählt nicht nur wegen der Berühmtheiten, die hier beigesetzt wurden, zu den bedeutendsten in Deutschland. Auch die herausragende Landschaftsarchitektur und die künstlerisch gestalteten Grabdenkmäler lassen einen Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

Dienstagsabo: 04. Juni 2013, 17 Uhr
Mittwochsabo: 05. Juni 2013, 11 Uhr
Samstagsabo: 29. Juni 2013, 11 Uhr
Treffpunkt: Eingang Südfriedhof, Thalkirchnerstraße 17


Juli 2013
„Aus Dämmerung und Licht – Meisterwerke nordischer Malerei 1860 – 1920“
Das Licht war schon immer - wen nimmt es Wunder - in den skandinavischen Ländern von ungemeiner Bedeutung. Entweder ist es tief dunkel oder die Abenddämmerung verlängert sich in die Morgendämmerung hinein. Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jh. haben nicht nur die bekannten Künstler (Munch, Hamershoi), sondern eine ganze Reihe hier weniger bekannte hervorragenden Werke des Impressionismus, Expressionismus und Symbolismus geschaffen. Der Ausstellung verdanken wir einen tiefen Einblick in das Kunstschaffen dieser Jahre.

Dienstagsabo: 02. Juli 2013, 18 Uhr
Mittwochsabo: 03. Juli 2013, 11 Uhr
Samstagsabo: 27. Juli 2013, 11 Uhr
Treffpunkt: Foyer Hypo-Kunsthalle

Stand September 2012 (Änderungen vorbehalten)



Samstag, 6. Oktober 2012

Ich freue mich riesig, dass mein Salon nun tatsächlich eröffnet ist. Hier ein weiterer Geheimtipp über Frau Ulke:


Freitag, 5. Oktober 2012


Hier noch eine ganz besonders weibliche Einladung einer lieben Patientin von mir für meine Leserinnen:


Ich möchte Sie/Euch herzlich zu meiner Publikationsveranstaltung einladen, auf der ich persönlich mein neues Buch präsentieren werde. An diesem Abend wird es eine andere Art »Lesung« geben. Also lassen/lasst Sie/Euch sich überraschen!

· Und zwar am 08. November 2012 um 20 Uhr –
an einem Donnerstag, meinem Lieblingswochentag!
· Die Veranstaltung findet im Schloss Nymphenburg im Raum Johannis (Eingang 19) statt.
· Einlass ist um 19:30 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr
· der Eintritt beträgt 15 Euro

50% des Erlöses gehen an das Frauenobdach »Karla 51« in München. Ich möchte Frauen unterstützen, die
aufgrund häuslicher Gewalt dazu gezwungen sind augenblicklich ihr zu Hause verlassen zu müssen.
Zudem spende ich 15% meines Erlöses des Buchverkaufes von November 2012 bis November 2013 ebenfalls an diese Einrichtung. Wenn Ihr/Sie an diesem Abend gerne mehr spenden möchtet ist das wunderbar.

Mittwoch, 26. September 2012


Zu meiner Freude darf ich über eine Patientin von mir ein Konzert für Interessierte ankündigen:

Dienstag, 25. September 2012

Zahlenakrobatik

Schon als Doktorandin musste ich mich mit dem Satz von Bayes und der Wahrscheinlichkeit, dass bei einem positiven Test der Patient auch tatsächlich krank oder bei einem negativen Test auch wirklich gesund ist, auseinandersetzen. Die Statistik bzw. die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist eines größten Probleme für uns Ärzte, da sowohl Ärzte als auch Patienten mit dem Begriff "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" und ähnlichen Resultaten nicht umgehen können.  2001 erschien zu meiner Begeisterung das Buch "Der Hund, der Eier legt". Hierin nehmen Dubben und Beck-Bornholdt die Neigung, wissenschaftlichen Ergebnissen blind zu vertrauen, äußerst humorig aufs Korn. 
Trotz ausreichend kritischem Bewusstsein (auch zu Datenschutz) begeistere ich mich nach wie vor an vereinzelten Statistiken. Dazu gehört auch die Statistik dieses Blogs. Unter webmaster-tools kann man Trends erkennen. Google zeigt dem Blogger Statistiken zum Publikum, zur Anzahl der Leser der einzelnen Posts, also wie viele, wann, woher und wie lange Leser in meinem Salon weilen. Zu meiner großen Freude reichen meine Leser von USA, Brasilien, Israel über Russland, diverse europäische Staaten bis Neuseeland, Thailand und Australien. Meine Neugierde, warum all diese Leser Interesse an meinem Geschreibsel haben, wird allerdings nicht befriedigt. Deshalb lese ich neuerdings Blogs anderer Leute und bin erstaunt, wie toll Design, Grafik, Text und Inhalte mancher Blogs sind. Als ob alle Blogger Profis in Layout und der Erstellung von Zeitungen wären. So ein spätberufener Computer- und Bloganfänger - wie ich  - wirkt dagegen richtig blass. Der abendliche Blick in die Zahlen meines Blogs ist eine neue Leidenschaft von mir. Eigentlich müsste statistisch die Anzahl der kreativen Menschen über alle Generationen einigermassen gleich bleiben - oder?


Sinnesfreuden und Gaumenkitzel


Eigentlich wollte ich ja keinen Foto- oder Reiseblog machen, aber der vergangene Sonntag an der Ahr war einfach verführerisch schön. Die sonnige Landschaft mit ihren Wanderwegen über den Rebenhängen wie in Südtirol, wunderbare Weine und delikate Küche. Wir haben uns mit köstlichen Gelees von Birgit Kieffer (Rhabarber mit Tonka), Pasteten von Jean-Marie Dumaine vom Vieux Sinzig, mit Wein vom Weingut Meyer-Naekel mit den schönen Namen "Us de la meng" und "Hand in Hand" eingedeckt. So können wir uns immer wieder auch mit Gaumen und Nase an den herrlichen Tag und den leckeren Gaumenschmaus im kleinen Hofgarten von Meyer-Naekel erinnern.












Donnerstag, 20. September 2012

Lovestory

Im Praxisalltag wird wenig offen über Sie geredet: die Liebe.

Dabei sind Jung und Alt sich einig - sie ist der Kern unseres Lebens, um den alles kreist.

Oder wie würden Sie sich sonst die vielen Artikel im Focus ("Geheimnisse einer glücklichen Ehe"), im Spiegel Wissen ("Liebe-was Paare zusammenhält","Liebe in den Zeiten des Internets"), in Neon ("66 Fragen an die Liebe") und die hohen Auflagenzahlen all der Bücher über Liebe und Ehe erklären? Ein Beweis dafür sind vielfältige Umfragen und Studien und natürlich E.v.Hirschhausen, der für sein Buch "Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist?" zahlreiche Literaturhinweise auf seiner Internetseite aufführt.

Die Zahl der Singlehaushalte nimmt besonders in den Städten stetig zu, jeder 5. Deutsche lebt laut Statistischem Bundesamt allein, das sind fast 16 Millionen Bundesbürger.

Goethe hatte in "Erwin und Elmire" recht: "Dieser Erden Glück zu finden, müsset ihr zu Paaren sein".

Für eine Gynäkologin ganz wichtig: die Liebe ist die beste Antiaging-Therapie, die es gibt. Küssen kräftigt unser Immunsystem und baut das Stresshormon Cortisol ab. Körpereigene Glückshormone wie Dopamin und Endorphin überfluten den Körper, besonders bei frisch Verliebten. Das Bindungshormon Oxytocin als Basis für dauerhafte Zuneigung wird nicht nur beim Sex ausgeschüttet. Das produzierte Östrogen macht schöne Haut und glänzende Haare. 

Kein Wunder, wenn alle wissen wollen, wie man/frau es richtig macht und wie man den richtigen Partner findet. Schon Seneca sagte: "si vis amari, ama" auf Deutsch: wenn du geliebt werden willst, liebe! Das heisst: interessiere dich für den Anderen, was freut ihn, was denkt er, was fühlt er? Unter diesem Gesichtspunkt  erscheinen die durchschnittlich 15 Minuten, die laut Brand 1 ein Ehepaar miteinander pro Tag spricht, besonders wenig! Freue dich, ihn zu sehen, ihn zu hören, schätze den Wert der gemeinsamen Zeit hoch! Wenn du Zeit für Dates und Treffen einplanst, bleibt die Liebe lebendig. Ganz besonders ist die Langeweile der schleichende Tod jeder Beziehung. Routine killt Gefühle. Wichtig ist ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen in der Beziehung, eine Liebe ist kein einseitiges Serviceunternehmen. Überprüfe Deine Erwartungshaltung, aber schließe keine falschen Kompromisse! 
Unter diesen Aspekten ist eine Fernbeziehung gar nicht schlecht. Sie schafft Freiräume und erhöht die Autonomie, außerdem freut man sich sehr, den anderen wieder zusehen und nimmt sich wirklich Zeit dafür!  Ich habe übrigens noch nie gehört, dass es Kindern geschadet hat, wenn die Eltern miteinander Zeit verbringen, Spaß haben  und sich lieben!
Genauso problematisch wie die 1000 Erziehungsratgeber erscheinen mir viele Flirtcoaches und Kennenlernratgeber. Wenn darin steht - Du sollst eine Uhr stellen und am Anfang nicht länger als 5 Minuten mit einem Mann telefonieren und ähnlicher Unsinn, wundert mich nicht, wenn nachher Buben und Mädchen, Männer und Frauen völlig verunsichert sind und den anderen und die Welt nicht verstehen. Am besten ist auch hier: vertrau mehr auf dein eigenes Gefühl, verlass dich auf deine eigene Nase im wahrsten Sinne des Wortes (den kann ich gut riechen!). 

Für heute nur soviel. Jetzt werde ich mein Köfferchen für Bonn packen, um morgen wieder meinen Liebsten zu besuchen. Was hat die deutsche Sprache doch so schöne Worte: mein "Liebhaber" ist ein solches. 
Ist eine Fortsetzung über das Leben "vom du zum wir"gewünscht? Dann schreiben Sie doch einen persönlichen Kommentar. Ich kann zwar unter Google erfahren wo und wie viele in meinen Blog schauen ( als totalen Blogneuling begeistern bzw. faszinieren mich diese Statistiken besonders) und welche Posts am meisten aufgerufen werden und daran abschätzen, was meine Leser interessiert, aber ein paar persönliche Worte/ Kommentare/ Vorschläge/Feedback würden mich freuen.

Zwei liebe Patientinnen haben mir nach Lesen meines Blogs ein Hotel empfohlen:
www.parkhotel-tristachersee.at und www.hofgut.info. Das eine für einen, der von mir so geliebten Südtirolwanderurlaube, das andere für ein schönes Herbstwochenende.





Donnerstag, 13. September 2012

mit den Flügeln der Phantasie

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich meine Fernbeziehung erlebe.

Nach 31 Jahren Ehe (mit inzwischen 1 Jahr Fernbeziehung) verleiht die Entfernung unserer Beziehung tatsächlich einen neuen Kick. Vor 2 Jahren hätte ich nicht geglaubt, daß ich  eine solche räumliche Trennung leben könnte, aber da mein Mann zum 1.4.2011 seinen Traumjob in Bonn angetreten hat (alle kleinen Buben dieser Generation wollten spätestens ab dem 21.07.1969 wie Neil Armstrong Astronaut werden), haben wir uns diesbezüglich genau beraten lassen. Auch wenn wir nicht zu den "digital-natives" gehören, nutzen wir die modernen Technologien und schreiben uns mehr denn je Mails und schicken uns Alltagsfotos, wir telefonieren mit Begeisterung und freuen uns über jede noch so kleine Nachricht vom anderen. Wir erleben jedes Treffen wie ein Date und planen unsere Wochenenden sorgfältig und versuchen sie von Alltag und Routine frei zu halten.  Ein paar Nachteile haben wir allerdings schon bemerkt : die Treffen mit Freunden und das Zusammensein mit anderen leiden deutlich unter dieser Konzentration auf die eigene Beziehung. Aufgrund einiger anderer Umstände sind unsere Jahresurlaube 2011 und 2012 unter den Tisch gefallen, so machen wir statt dessen das Samstagsfrühstück auf dem Ölberg zum Event und den Gang zum Bäcker durch die Straßen von Bonn-Rüngsdorf zu etwas Besonderem. Über Sebastianos freundschaftliche Begrüßung "ist schon wieder Sonntag?" bei Vitus freue ich mich ebenso wie über die leckeren rheinischen Brioche, die allerdings mein "Hüftgold" weiter vermehren. Schlankmachend ist  die Pendelei nicht gerade - denn auch das gemeinsame Essen läßt sich vortrefflich zelebrieren.
Mit den folgenden Handyfotos vom Rhein, will ich sie an den letzten Wochenenden teilhaben lassen. Der Blick aufs Siebengebirge oder vom Ölberg oder Petersberg auf den Rhein ist selbst bei weniger gutem Wetter ein Urlaubsgenuss:

Sonnenaufgang im September am Rhein
Blick auf Siebengebirge und Rhein

Blick vom Ölberg auf den Rhein und Bonn
Wolken und Vogelzug über Drachenfels
Blick auf Bonn und Posttower
Alpine Felsen am Ölberg
Fotos von Tegernseer, Chiemsee und Voralpenlandschaften folgen demnächst, denn auch hier genießen wir die Andersartigkeit der Landschaft in vollen Zügen. Im Büro meines Mannes hängt deshalb ein großer Kalender mit selbstgemachten Fotos bayrischer Landschaften. Dazwischen planen wir Konzert- (Beethofenfestival in Bonn ebenso wie Abo der MPhil im Gasteig), Kabarett-, Oper- und Ausstellungsbesuche. 

Zuletzt waren wir in der beeindruckenden Ausstellung "Am Anfang" mit Bildern von Anselm Kiefer in der Bonner Bundeskunsthalle. Trotz der Kritik in der Süddeutschen Zeitung an der "skandalösen Hängung" fand ich die Ausstellung gut gemacht, gut gehängt und gut kommentiert. Die Gedichte von Paul Celan und Ingeborg Bachmann lagen aus, die Audioguidetour erklärte die philosophischen, mythologischen, biblischen und kabbalistischen Hintergründe der Gemälde und Skulpturen wie auch "Hermannsschlacht" und "Böhmen liegt am Meer". Die große Jakobsleiter stand zentral mit Blick in den Himmel. Durch die verwendeten Materialien wie Beton/Stein, Blei vom Dach des Kölner Doms, getrockneten Sonnenblumen, Erbsen (in Bleimatten für die "Erbsenzähler der Volkszählung"), Kleidung gepaart mit den Dimensionen und der Wucht der Werke war die Ausstellung mehr als impressiv. Erst hinterher war uns klar, wie anstrengend sie auch war. Ich jedenfalls habe Bachmann und Celan mehr verstanden als in der Schulzeit, das könnte aber auch an meinem Alter liegen. Vertreibung und Holocaust sind selten so intensiv dargestellt worden. Bei "Böhmen liegt am Meer" sieht man die tiefen Furchen, die die Wagen wie Narben in die Brachlandschaft graben, die Flüchtlinge, die Tiefflieger, das Leid auch ohne Darstellung von Menschen. Natürlich höre ich hinter allem die Kriegs- und Nachkriegsschilderungen meiner Mutter. Es war keine Ausstellung, durch die man einfach betrachtend schlendert. Jedes einzelne Bild brauchte Zeit und wäre eines ausführlichen Kommentars würdig. Dies würde aber die Grenzen meines Blogs sprengen.

Bavel Balal Mabul

Wege der Weltweisheit: die Hermannsschlacht

Die Wurzeln der deutschen Geschichte und Kultur liegt nach dieser Darstellung im Krieg, das Bild zeigt die hellen und dunklen Seiten Deutschlands mit Dichterpersönlichkeiten wie Eichendorf und Hölderlin, Philosophen wie Kant und Heidegger,  aber auch Nazigrößen wie Horst Wessel, Preussengeneräle und mehr.



Jaipur
 "Jaipur" - das weltgrößte, historische Observatorium in Indien im Palast der Winde ist wohl der Ausgangspunkt für Kiefers Sternbilder. Auch in diesem Bild findet sich wie bei den Jakobsleitern eine in den Himmel führenden Treppe, die hier in ein Spinnennetz im Universum führt mit genau lokalisierten Punkten von Nasakoordinaten von Sternen und Planeten. Die Ziffern sollen auch an die eintätowierten KZ-Nummern der Häftlinge in Auschwitz erinnern. Alle Bilder lassen uns getreu Th. Adorno Auschwitz nicht vergessen.



Essence - Eksistence
Dieses Bild zeigt eine phantastische, expressive Wolken-Berglandschaft, davor hängt eine Balkenwaage mit Salz in der einen Waagschale - Leben=Existenz versus Wertvorstellungen=Essenz, der Frage aller Menschen, Philosophen und Religionen aller Zeiten schlechthin.

Mittwoch, 5. September 2012



 

Heute darf ich Ihnen eine Gemeinschaftsausstellung Fotografie von Blank, Giebelhausen, Marten und Reiserer im Atelier 5B in Schondorf am Ammersee ans Herz legen - siehe Flyer.
Zur Vernissage am 7.9. um 18 Uhr spielen Titus Waldenfels und Alexandra Fischer Swing, Blues & Bizarre Covers.

Sonntag, 2. September 2012

Grimms-Märchen in Ottobrunn

In der vergangenen Woche (25.8.) fiel ich zufällig über gleichlautende Artikel im Münchner Merkur und einer weiteren Münchner Zeitung über die Beschwerde von Anwohnern einer Pflege-WG in München Ottobrunn. Eine Anwohnerin beschwerte sich unter anderem über die klickenden, lebenserhaltenden Maschinen, sie könne nicht im Garten sitzen und nicht wissen, ob die Menschen da drüben überhaupt noch leben. 
Derartige Wohngemeinschaften ermöglichen eine professionelle Betreuung in einer häuslichen Wohnumgebung. Auch meine Mutter konnte nur dank einer 24 Std.-Pflege in ihrer Wohnung bleiben. Mitbewohner aus dem Haus haben sie regelmässig besucht. Am meisten gefreut hat sie sich aber über den Besuch von jungen Menschen und von Kindern aus unserem Umfeld. Kleine Kinder gehen mit alten Menschen völlig unkompliziert um. Ganz aktuell berichtet der Spiegel über eine solche Institution in Hamburg-Othmarschen - dort werden Kinder und demente Senioren gemeinsam betreut und alle profitieren davon.
Vielleicht sollte man der Dame aus Ottobrunn mal das Märchen der Gebrüder Grimm über den Grossvater und den Enkel vorlesen. Darin wird der alte, zittrige Grossvater hinter den Ofen gesetzt mit einem hölzernen Schüsselchen, damit die Schwiegertochter und sein Sohn ihm beim Essen nicht zusehen müssen. Da schnitzt der Enkel ein Schüssselchen für seine Eltern, "daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich gross bin". "Da sahen Mann und Frau sich an und fingen endlich an zu weinen, holten alsofort den alten Grossvater an den Tisch und liessen ihn von nun an immer mitessen und sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete".
Und die Moral von der Geschicht ... man sollte öfter seine Märchen lesen.