Samstag, 6. April 2013

Jahrestag

5.April 2013 - das erste Jahr mit meinem Blog ist nun tatsächlich um.

Im Gegensatz zu meinem allerersten Post weht noch kein richtig angenehmer Frühlingswind. 

Insbesondere die Ausstellungs- und Konzertempfehlungen durch die Patientinnen sind gut angekommen. Ich freue mich, dass auch meine Plaudereien von mehr Menschen als angenommen gelesen werden.

Es war ein schönes Jahr in der Praxis. Mein Team hat mich sehr herzlich und nach Kräften unterstützt. Christina und Ulrike kümmern sich mit großer Begeisterung nicht nur um unsere Patientinnen, nein, sie spielen auch leidenschaftlich gern mit den Babys und den Zwergerln. Das spürt man vor allem, wenn die Patientinnen wegziehen von München. Da sind wir dann gemeinsam richtig traurig. Wir drei üben mit viel Freude  Englisch, um die Kommunikation mit unseren englisch sprechenden Patientinnen noch zu verbessern. Außerdem betreiben wir Qualitätsmanagement und amüsieren uns über die bürokratischen Vorschriften. So wurde die gesamte Elektrik und alle Geräte nochmal überprüft und mit unzähligen Schildchen versehen, obwohl alles nagelneu war. Alle Arbeitsabläufe werden feinsäuberlich notiert und beschrieben, über den großen roten Feuerlöscher kommt ein kleines rotes Feuerlöscherschild, damit man ihn auch sieht, ebenso am Ausgang. Bei den Ersthelferkursen lernte man viel über Verkehrs- und Motorradunfälle, etwas weniger über den Notfall in einer Arztpraxis. Wir haben aber auch gelernt, dass Wiederholung uns allen nicht schadet. Hin und wieder gehen wir gemeinsam Essen, dabei kommen bisher unbekannte Leidenschaften wie Querflötespielen (Christina), Wandern, Mountainbiking(Ulrike) und Skaten(Christina) zu Tage, wir tauschen Rezepte und Kocherfahrungen aus  und außerdem lernen wir ganz nebenbei das Lehel und seine hübschen Lokale besser kennen. Zum Jahresanfang 2013 besuchten wir  gemeinsam das Musical "Cats". Wir freuen uns auf die Tage, wenn das Wetter wieder schöner wird, um die Isarspaziergänge in der Mittagspause wieder länger auszudehnen.

Montag, 1. April 2013


... Sie wollten wissen, warum ich Ihnen kürzlich (29.3.13) Henriette Heinbostel und Ihre Freunde empfohlen habe? 

Es sind lauter fiktive Personen mit ziemlich eindrucksvollen und über viele Jahre bekannten Biografien.

Es lohnt sich, Ihre Lebensläufe und Werdegänge zu googlen. 

Henriette Heinbostel ist eine von 20 Autorinnen (u.a. Jutta Limbach und Christine Hohmann-Dennhardt) frei erfundene Juristin, die es bis zur  OLG-Präsidentin schaffte. 1940 lernte sie den ebenfalls fiktiven Verfassungsjuristen Nagelmann kennen, diesen Herren verbindet offensichtlich einiges mit dem weltgewandten Diplomaten Ministerialdirigent a.D. Dräcker, dem fiktiven Bundestagsabgeordneten Mierscheid und dem ebenfalls frei erfundenen Psychologen Dölle. Zu den Vätern des Herrn Nagelmann zählen u.a. wohl so bekannte Juristen wie Roman Herzog oder Friedrich Benda. Die Juristen scheinen beim Erfinden von Personen besonders kreativ zu sein. 


In meinem Besitz ist auch ein Buch über die Nasobeme (siehe Christian Morgenstern), das Grundlage für manche Vorlesung in den siebziger und achtziger Jahren war, siehe auch G.Fischer Verlag , Harald Stümpke: Bau und Leben der Rhinogradentia.


Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Kenntnis von weiteren evtl. naturwissenschaftlich tätigen Personen ähnlicher Couleur bekäme.

Freitag, 29. März 2013

"Ratgeber" für eine Fernbeziehung



Über 50 Prozent aller Menschen in Deutschland zwischen 25 und 35 haben schon einmal eine Fernbeziehung geführt und zirka 10 Prozent aller Deutschen müssen mit einer Liebe auf Distanz leben. Ich werde auch immer wieder darauf angesprochen und werde auch öfter gebeten, zu erzählen, wie es mir damit ergeht.

Für mich ist das wichtigste die Verlässlichkeit. Das gilt für das Vertrauen in den Partner ebenso wie für ganz praktische Dinge; dazu gehört eine -  gemeinsame -  rechtzeitige Planung der Wochenenden und Termine. Spontane Umplanungen sind zwar oft schön, aber auch teuer. Nicht nur Flüge und Bahnfahrten, nein auch Unternehmungen wie Konzerte, Kabarett, Theater- oder Ausstellungsbesuche und andere Unternehmungen sollten geplant werden. Verabredungen und Treffen mit Freunden, das "social life" leiden oft unter diesem neuen Lebensrhythmus. Aber es geht. Es gibt noch genügend Überraschungen wie Krankheiten oder Operationen, die das Leben durcheinander bringen - mehr als bei normalen Beziehungen. Trotz des Plädoyer für eine gute Planung sollte Zeit für Muße bleiben, sonst wird das Leben zu anstrengend.

Das abendliche Miteinander entfällt ja bei einer Fernbeziehung. Manchmal sind auch die Wochenenden kurz. Da kommen uns heute die neuen Kommunikationstechnologien sehr entgegen. Davon kann man die ganze Bandbreite nutzen von der SMS über Mail bis zu Skype. Große Freude habe ich an netten kleinen Mails und spontanen Grüßen am Morgen oder von unterwegs, sie sind Balsam für die Seele. Die spontanen Fotos im Laufe des Tages aus Büros, von Pausengängen, Taxifahrten und so weiter. Sie sind spontane Minigeschenke. Es passiert ja nicht ständig was Neues, „Berichtenswertes“ im Alltag. Es sind nicht nur die langen Telefonate am Abend, es sind viel mehr die kleinen Gedankensplitter tagsüber, die den anderen auf dem Laufenden halten und ins Leben des anderen miteinbeziehen.

Wir haben uns viel mit Freunden beraten, die auch in Fernbeziehungen leben. Einer der wichtigsten Ratschläge war:  man soll sich ein hübsches Zuhause an beiden Orten schaffen, nicht im Abstellkammerl oder Pensionszimmer unterkommen. So freut man sich, München und Bayern als "Tourist" zu erleben oder Bonn und Umgebung neu zu er-"fahren". Alltag wie Bügeln, Wäsche und Putzen wird meist auf die Abende unter der Woche verbannt, damit man mehr Zeit füreinander hat.

Eine Fernbeziehung nach dreißig Jahren Ehe zu starten, ist schon ein Schritt, der es in sich hat. Ich habe erst einmal die Kunst allein zu leben wieder erlernt. Da mein Mann auch schon vorher viel unterwegs war und ich sehr gerne und viel arbeite, entfallen viele mögliche Probleme. Trotzdem ist es eine große Umstellung. Wenn man das aber mit Schwung angeht und auch die Chancen sieht, gibt es sogar für "erprobte " Eheleute Inspiration, Anreize für Lust auf Neues und Vorteile in einer Fernbeziehung, nicht zu vergleichen mit einer jungen Beziehung oder einer Familie mit kleinen Kindern, die so vaterlos aufwachsen.  Neue Lebendigkeit ersetzt den tagtägliche Alltagstrott wie "Tengelmann und Wäschekorb". Wir nutzen das Wiedersehen für Innovatives und Entdeckungen! 
In meinem Blog lasse ich Sie von mal zu mal an unseren Unternehmungen teilhaben. 

Zuletzt waren wir auf Empfehlung eines jungen Unbekannten in der Foundation Langen bei Neuss. Diese Stiftung auf der ehemaligen Raketenstation bei Neuss und die Museumsinsel Hombroich findet man nur, wenn man gezielt danach sucht, die Wege sind äußerst schlecht ausgeschildert. Die Mühe lohnt sich! 
Die Ästhetik der Architektur des von Tadao Ando gebauten Gebäudes aus Glas und Beton mit den Spiegelteichen und den Kirschbäumen ist ein besichtigenswertes Kunstwerk für sich.  Die Ausstellung von Pae White mit ihren kaleidoskopartigen Mobiles und raumfüllenden Tapisserien, die aussehen wie zerknüllte Alufolie, den Couchen mit Tapisserien wie riesiges Zeitungspapier machte mir viel Freude und verschönte das ganze Wochenende. Ich kann den Besuch der Ausstellung von Pae White nur jedem ans Herz legen.


Das Gebäude der Foundation Langen - ein Meisterwerk Tadao Andos

ein junger Kunstfan auf dem Weg zu ersten Erfahrungen



Pae White Spiegelmobile - ein tanzendes Kaleidoskop

Pae White - magischer glitzernder Wasserfall


das Leben japanischer Bilder aus der Sammlung des Ehepaars Langen
das ist alles Stoff!!!

hier ein Detail der Tapisserie

und noch ein Detail mit Kürbiskernen und Konfetti..

Auf dem Weg zur Ausstellung "Nur hier" in der Bundeskunsthalle

Am heutigen Ruhetag haben wir neue Menschen kenngelernt - machen Sie sich doch auch mal auf die Suche nach Henriette Heinbostel, Friedrich Gottlob Nagelmann, Jakob Maria Mierscheid, Otto Jägermeier, Ernst August Dölle oder Edmund Friedemann Dräker. Sie halten eine nette Unterhaltung für graue Tage bereit!














Osterbräuche


Es wird Zeit, meine Serie "Brauchtum" abzuschließen - gestern war Gründonnerstag, mit dem Vesper am Gründonnerstag beginnen die drei Kartage = Triduum Pascale oder Triduum Sacrum. Aus weltlicher Sicht galt der Gründonnerstag als Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger.
Traditionell gibt es grünes Essen, so gibt es in München die "Kräutlsuppe", auch wenn Fachleute sagen, daß der Gründonnerstag nichts mit "grün" zu tun hat. Der Begriff soll von "greinen", einem altem Wort für "Weinen" herkommen. Kräutl nennen die Münchner liebevoll den Kerbel. Bei uns daheim gab es entweder Spinat und Eier oder Goethes grüne Soße und Bratkartoffeln.  Meine Mutter kaufte dazu auf dem Viktualienmarkt einen Strauß aus sieben Kräutern mit Kerbel, Brunnenkresse, Petersilie, Sauerampfer, Pimpinelle, Borretsch und Löwenzahn oder Gänseblümchen oder Brennnesseln. Aus den gleichen Kräutern bereitete sie auch die Kräutlsuppe. 
Ab Gründonnerstag bis Ostersonntag läuten in einigen Ländern keine Kirchenglocken (sie fliegen zum Reisbrei-Essen nach Rom, hieß es in der Kindheit meines Mannes im Rheinland. Man kann sie bei der Rückkehr fliegen sehen, wenn man rechtzeitig durch einen Korb ohne Boden schaut). Deshalb ziehen Kinder oder Ministranten mit Ratschen durch die Dörfer oder Viertel, um an die Andachtszeiten zu erinnern.
Außerdem werden jetzt auch die Zweige für den Osterstrauß geschnitten - Forsythien, Weidenkätzchen (geschützt - ich kaufe dafür gezüchtete), Kirschzweige. 



Selbstgemaltes aus Jahrzehnten

Münchenei

Osterstrauß vor Petersburger bzw. russischer  Hängung

Karfreitag ist einer der höchsten christlichen Feiertage. In vielen evangelischen Familien gibt es wie bei uns traditionell ein Fischessen. Die Johannespassion von Bach ist für mich die typische Musik des Tages.

Ostern ist wohl das älteste christliche Fest seit ca. 1700 Jahren. Die Herkunft des Namens wird mit einer germanischen Frühlingsgöttin Eostrae in Verbindung gebracht. Viele der Bräuche sind aus heidnischer Zeit und haben mit Frühling und Erwachen des Lebens zu tun.

Eine persische Patientin hat mich in diesem Zusammenhang auf das im Iran besonders wichtige Frühlingsfest Nouruz zur Sommersonnenwende am 21.3. hingewiesen, das sogar in die Liste der UNESCO aufgenommen wurde.

In Deutschland gibt es  die Tradition des Osterfeuers (Lumen Christi), bereits im Altertum wurde mit dem Feuer die Sonne begrüßt, im Christentum wurde damit die Auferstehung Christi  als das Licht der Welt umgedeutet. 
Ähnliches gilt für die Sitte der Osterkerzen, die es seit dem 4.Jahrhundet nach Christus gibt. Sie vereinigt griechisch-römisch-jüdische und christliche Lichttraditionen und gilt auch hier als Zeichen des Lebens. 
Zu diesen Sinnbildern des Lebens und der Auferstehung zählt auch das Osterei. Bemalte Eier gibt es seit über 1000 Jahren. Vielerorts stoßen Kinder (und viele Väter) mit den gekochten Eiern aneinander= Eiertitschen oder Eierkicken, wessen Ei heil bleibt, der hat Glück im kommenden Jahr. 
Weitere Traditionen sind Osterlamm - das Lamm Gottes als Symbol der Reinheit, meist als Kuchen aus Rührteig,  entstanden aus dem Ritual der Juden zu Passah ein Lamm zu schlachten und zu speisen. 

Am meisten genieße ich unser großes Osterfrühstück im Kreise der Familie mit Nichten und Neffen und deren Kindern mit Eiersuchen, Osterhasen, Osterschinken, Osterfladen und neuerdings stattdessen Colomba pasquale. Gott sei Dank, ist der Schnee heute weggeschmolzen, vielleicht können wir dann doch im Garten Eiersuchen. Durch die Begeisterung der Kinder wird dabei oft aus einer Handvoll Eier ein großer Berg, der wieder und wieder gefunden wird.









Montag, 18. März 2013

Gestern sind wir bei "open Westend" durch diverse Ateliers geschlendert, u.a. im Gewerbehof in der Gollierstraße 70 und im Autohaus Häussler in der Trappentreustraße. Es fand sich dort viel Entdeckenswertes! Also vormerken für 2014 www.openwestend.de

Beeindruckend war die Besichtigung bzw. die Führung durch die Posamentenmanufaktur von Inhaber Tobias Gattermann, dem man die Begeisterung an seinem Handwerk deutlich ansah. Unglaublich prachtvoll diese Farbvielfalt bei der meisterhaften Ausführung der handgemachten Quasten, Gimpen, Fransencrepinen und Kordeln. 
Siehe www.posamenten-manufaktur.de.

Sonntag, 17. März 2013

BAYERN VOM FEINSTEN

- wie ein Tourist im eigenen Land - 
morgendliche Impressionen vom Tegernsee an diesem Wochenende:







Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe.
Je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind, 
desto sinnvoller wird unser Leben.
                          Hermann Hesse








MÜNCHNER STIFTUNGSFRÜHLING
15.-22. MÄRZ 2013 
www.muenchnerstiftungsfruehling.de





Freitag, 8. März 2013

und zum Frühling passend neue Ankündigungen bzw. neue Ausstellungen:

von meinem Freund Horst Thürheimer ist die Einladung sogar in "meiner Farbe":


 
 
 
 



Sonntag, 24. Februar 2013

Post 101

Ich freue mich, dass mein 101.Post wieder eine Empfehlung einer Patientin ist.  
Und ich freue mich, dass es neben Konzerten und Ausstellungen auch ab und zu ganz andere Hinweise gibt. Da ich selbst leidenschaftlich gerne koche - backe - dekoriere und natürlich esse und genieße, freue ich mich über den Hinweis von Ina Sebastian auf die Möglichkeit von Kursen zum Backen, Kochen, Rühren, Verzieren, Decorieren in "Wöllsteins Desserthaus" . Nach dem Kochhype folgt jetzt der Dessert und Kuchenhype. 
Also falls auch Sie Spaß an ästhetisch Schönem und Leckerem Selbstgemachtem haben, schauen Sie unter http://www.woellsteins-desserthaus.de!


Als kleiner Appetizer das Foto von Frau Sebastian beim letzten British Afternoon Tea :


Falls Sie Ihnen das Wasser im Mund zusammen läuft und Sie an soetwas teilnehmen wollen - der nächste "Afternoon Tea" findet am 3.3.13 statt - melden Sie sich an! Da können Sie dann kleine Tea-pastries, Scones und Sandwiches herstellen und sich wie in einem englischen Teehaus fühlen, verschiedene Tees, Ihre selbsthergestellten Köstlichkeiten und ein Glas Sekt genießen.


Samstag, 23. Februar 2013

Konzertsaal für München

Konzertsaalplanung im Finanzgarten - von Prof. Gerd Hirzinger
Schon seit langem ist klar, dass München einen neuen Konzertsaal braucht. Gestritten wird lediglich über den möglichen Standort. Museumsinsel, Finanzgarten, hinter den Kammerspielen, am Cirkus Kronebau, in Neuhausen etc. sind denkbar. Die LMU und TU haben Projekte mit ihren Studenten bearbeitet. Die Akustik im Gasteig ist trotz Nachbesserung nicht perfekt, der Herkulessaal, die Allerheiligen Hofkirche oder der Saal in der Musikakademie sind nicht ausreichend für eine so große Stadt wie München.  Münchner Rundfunksymphonieorchester und Münchner Philharmoniker brauchen eine eigene Heimat, da eine Doppelbespielung wie Studien belegen nicht wirklich durchführbar ist. Internationale Musikergrößen wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Enoch zu Guttenberg, Maris Jansons, Nicolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Ricardo Muti, Ann-Sophie Mutter, Lang Lang, Sir Simon Rattle und Wolfgang Sawallisch treten für dieses Projekt ein, damit München, die Stadt der Musikliebhaber einen anderen Groß- bzw. Weltstädten adäquaten Konzertsaal erhält. Ein neuer Saal ist nicht nur ein wirtschaftlicher Standortfaktor oder eine Verstärkung der musikalischen Vielfalt in München, er ermöglicht auch eine stärkere Einbindung der Jugend in die musikalischen Möglichkeit durch Anziehung weltweiter Musikstars und Orchester.

Wen die Diskussion interessiert, dem empfehle ich die Seite www.konzertsaal-muenchen.de.

Montag, 18. Februar 2013


Einladung der Familie Barritt in die Pasinger Fabrik (http://www.pasinger-fabrik.com) am 10.März 2013 um 19:30 Uhr.

Vor 100 Jahren begann der Mythos schon vor der Katastrophe: Sie galt als schnellstes Schiff ihrer Zeit. Dann ging sie unter und wurde unsterblich: Die Titanic. Mit ihrem Schicksal und den Menschen an Bord beschäftigen sich seit dem Schriftsteller, Regisseure, Künstler und ganze Generationen.  Karin Krug liest Texte über die Titanic von Autoren, die dabei waren, und von anderen, die sich die Tragödie vorstellen. Dazu spielt Sara Barritt (Flöte), Katie Barritt (Bratsche), Miranda Waldmann-Barritt (Cello) und Christopher Barritt (Cello) Musik, die an Bord der Titanic gespielt wurde bis zu jenem Moment, als sie im Eismeer für immer versank. Ein Abend der Erinnerungen und Emotionen.






Hier ein lustiges, tagesaktuelles Fotos von einem Neuzugang unterhalb des Friedensengels - leider wird der bayrische Föhn das nette Schneefräulein bald wieder weglutschen.
Schneefrau unterhalb des Friedensengels

Sonntag, 17. Februar 2013

Heute gab es in Bayern 2 folgende Jan Weiler Kolumne zum Thema Diät - unbedingt nachhören!!

Mein Leben als Mensch: Zum Nachhören
Link zum vollständigen Artikel in BR.de:
http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/sonntagsbeilage/mein-leben-als-menschdiaet-170213_x-100.html

Samstag, 16. Februar 2013

Fasching versus Karneval - Alaaf oder Helau?

In dieser Woche war es in München ziemlich ruhig, morgens waren die Straßen richtig leer, der Grund: "Faschingsferien". Alle Welt war ausgeflogen.
Ein Anlass für mich, nochmals über deutsches Brauchtum zu plaudern. In Deutschland heißt die Zeit vor Beginn der sechswöchigen vorösterlichen Fastenzeit je nach Region Karneval, Fasching, Fastnacht oder Fasnacht. Die Hochburgen des Karnevals sind im Rheinland und der Fastnacht im schwäbisch-alemannischen Bereich. Bereits bei den alten Römern gab es prächtig geschmückte Wagenumzüge wie heute in Köln. 
Im Süddeutschen Raum gibt es im Dezember und Januar bzw. in den Raunächten bis zum Dreikönigstag neben der leichten Fröhlichkeit auch die etwas handfestere Variante, wie die Perchten, die auch auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurück schauen können. Meine Mutter hat als kleines Kind die Perchten wegen ihrer groben Scherze sehr gefürchtet. Bei dieser Art des Mummenschanzes gab es öfter Exzesse, wo Menschen im Schutze der Maske so manches Unwesen trieben. Aber Perchtenlauf und Fasching oder Karnevalsumzug sind an sich zwei ganz unterschiedliche Bräuche, auch wenn bei beiden das Winteraustreiben eine Quelle des Brauchtums ist. 





Fasching im Refektorium
Hebammenfasching
In Bayern bzw. München feiert man den "Fasching" eher auf privaten Festen, wenn auch die Feste zum Beispiel beim bayerischen Rundfunk legendär sind. Mein Vater erzählte immer begeistert von den phantasievollen Kostümen auf dem Ball der Damischen Ritter. In meiner Schul- und Studienzeit gab es zahlreiche private Faschingsbälle, in denen die halbe Wohnung geschmückt und je nach Thema eingerichtet wurde. Auf manchen Faschingsbällen wurden Preise für die besten oder verrücktesten Kostüme vergeben.  Fröhlich war es auch, wenn wir uns bereits vorher bei uns zuhause zum Schminken trafen. Die schönsten Feste in meiner Studienzeit fanden im physiologischen Institut statt. Unvergesslich ist mir ein Faschingsdienstag im Refektorium der Nonnen in der Maistraße. Herrlich ausgelassen waren auch die Faschingsbälle im Hebammencasino. Der größte Spaß war immer zu sehen, wer hinter welch erstaunlicher Verkleidung steckte. 


Der rheinische Karneval mit großen Prunksitzungen und Straßenkarneval ist ganz anders, viel lauter und viel öffentlicher - und viel politischer. Das liegt auch daran, daß eine seiner Quellen die Auflehnung gegen die französische Besatzung zu Napoleons Zeiten ist (und später gegen das preußische Militär). Daher gibt es auch die vielen Uniformen, traditionell in den französischen Farben rot, weiß und blau. Es gibt viele Rituale, die dem Zugereisten fremd sind. Neben dem Rosenmontag hat sich Weiberfastnacht als zweiter Höhepunkt etabliert. Mein Mann ist in Eschweiler, einer der Karnevalshochburgen des Rheinlandes, aufgewachsen. Nach Köln und Mainz hat Eschweiler, eine kleine Stadt in der Nähe von Aachen, den drittgrößten Rosenmontagszug. Die Zahl der "Jecken" übertrifft an "Fasteloovend" bei weitem die Zahl der Einwohner dieser kleinen Stadt. Auch meine aus München stammende Schwiegermutter liebte diese Tradition, die sie meist mit Ihren Freundinnen ausgiebig feierte. Eine sehr nette Sitte ist am Aschermittwoch das Fischessen, bei dem die schönsten Geschichten der zurückliegenden "tollen Tage" in kleiner Runde nochmals zum Besten gegeben werden. 
Weiberfastnacht in Bonn
Mich fasziniert vor allem Weiberfastnacht. Im Rheinland wird hier spätestens (!) ab Mittag nicht mehr gearbeitet und ausgiebig gefeiert. Da gibt es neben der Traditon des Krawatteabschneidens auch die Tradition der Rathauserstürmung mit der Schlüsselübergabe zur Übergabe der Macht an die Frauen!  Die "Erfindung" reklamiert übrigens die Stadt Bonn, genauer gesagt der rechtsrheinisch gelegene Stadtteil Beuel, für sich, auch wenn der exakte Historiker dem widersprechen würde. Der Donnerstag vor Karneval war der eigentlich freie Tag der Waschfrauen in Beuel. Schon 1824 gründete sich dort das "Alte Damenkomitee", um damit den Frauen die Teilnahme am bis dahin rein männlich dominierten Karneval zu erstreiten. 

Sonntag, 3. Februar 2013

Frauenbild in unserer Gesellschaft



Tägliche Schlagzeilen über Gewalt gegen Frauen, die Affäre Strauss-Kahn, die Vergewaltigung der indischen Studentin in einem öffentlichen Bus, die aktuelle Sexismusdebatte im Stern, Aufruf zu „ONE BILLION RISING“ (siehe mein Post vom 1.2.13)  fordern auf, unser Frauenbild in der Gesellschaft zu überdenken.

Im Stern sind z.T sehr negative Erfahrungen beschrieben. Ganz sicher können viele aus ihrer Sicht zu diesem Thema Erlebnisse beitragen. Wie habe ich das erlebt? Ich bin mit vielen Buben aufgewachsen - Spielkameraden auf der Alb, Bruder, Schulkameraden im Max-Gymnasium (damals fast ausschließlich Buben) und Kommilitonen (damals männlich dominiertes Studienfach - heute 80% der Medizinstudenten/-innen weiblich). Dabei hatte ich persönlich nie das Gefühl, als Frau benachteiligt zu sein. Trotz dieser grundsätzlich positiven Erfahrung kann ich auch Erlebnisse nennen, wo man (!) mich nicht ernst genommen hat, zum Beispiel beim Kauf von technischen Geräten, Problemen mit Computern, ganz besonders aber bei Banken. Viele Männer können sich einfach nicht vorstellen, daß Frauen in Technikfragen und Finanzen (mindestens ?) genauso versiert sind wie sie. 

Trotzdem gilt: Mädchen haben im Verhältnis zu gleichaltrigen Buben ein deutlich geringeres Selbstwertgefühl gerade auch in Hinblick auf das eigene Körperbild, präpubertär und insbesondere in der Pubertät. Dies bestätigen zahlreiche Studien und Statistiken. Hier machte ich selbst auch keine Ausnahme. Woran liegt das? Viele Bücher über die unterschiedliche Sozialisation von Buben und Mädchen versuchen das zu klären. Ich habe keine einheitliche Meinung gefunden. In meiner Studienzeit meinte man, alles durch Erziehung beeinflussen zu können. Das ist wohl nicht ganz richtig, es finden sich heute immer mehr Hinweise auf andere Einflüsse vom Chromosom bis zur Molekulargenetik. Wie immer liegt die Wahrheit wahrscheinlich in der Mitte.

In wie weit beeinflussen Gene unsere Entwicklung zur Frau oder zum Mann? Wieviel Jäger und Sammler steckt in uns? Wieviel macht die Umwelt aus? Viele Fragen und noch viel zu wenig Antworten.

Mein Eindruck ist, dass das persönliche Umfeld das Frauenbild prägt. Wie verhält sich der Vater gegenüber der Mutter? Wie sind die Äußerungen über Mitarbeiterinnen, Kolleginnen oder Ehefrauen? Wenn Männer die Leistung und das Können der eigenen Ehefrau gering schätzen, braucht man sich nicht wundern, wenn dies auch die kleine familiäre Umwelt prägt. Und das ist unabhängig von der sozialen Schicht. Vom abschätzigen Reden über andere Frauen bis zur billigen Anmache ist der Weg nicht weit. Es ist eine Frage der grundsätzlichen Einstellung. In dieser Welt gedeihen nicht nur primitive Stammtischwitze und distanzlose Anmache! 

Kurz - liebe Freundinnen, Patientinnen und Leserinnen - auch wir vermitteln in unserem Alltag und Privatleben, bei unseren Männern und bei unseren Söhnen und Töchtern das Frauenbild! Die genetischen Codes können wir nicht ändern. Aber wir bringen ihnen den Respekt vor der Tüchtigkeit der Frauen bei, wir lehren sie die Achtung vor dem Können und Wissen der anderen! Kämpfen wir für Respekt, Achtung und Anerkennung und gegen Distanzlosigkeit und Gewalt! Die Gesellschaft sind schließlich wir!

Bei aller Diskussion über Sexismus und Gewalt vergesst aber nicht, wie prickelnd ein Flirt ist und wie schön das Zusammensein Mann-Frau ist! Wie herrlich sind phantasievolle Komplimente! Genießen wir die erotische Spannung! Es gibt so wunderbare Männer!


Freitag, 1. Februar 2013

Privatisierung der europäischen Wasserversorgung

ZUM THEMA PRIVATISIERUNG DER ÖFFENTLICHEN WASSERVERSORGUNG HIER EIN LINK, UM DEN MICH MEHRERE PATIENTINNEN GEBETEN HABEN:

www.right2water.eu/de


Die EU-Kommission will den Markt für die Privatisierung der Wasserrechte
freigeben. Monitor hat darüber am 13.12. eine Sendung ausgestrahlt (Link
unten): Geheimoperation Wasser: Wie die EU-Kommission Wasser zur
Handelsware machen will.
Die EU-Zuständigen wollen den Markt öffnen für eine Privatisierung der Wasserrechte. Der Wasserpreis kann zukünftig vom Börsenkurs abhängen, Wasser könnte ein Exportschlager werden, der von Großkonzernen kontrolliert wird. Auch die Qualität wird dann kaum beeinflussbar.

Link zum Artikel:
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/1213/wasser.php5
Link zur Unterschriftenaktion: s. oben

eine Milliarde tanzende Frauen


..machen Sie mit - das wünscht sich Frau Kress!


Frau Dr. Katzenberger lädt zur Ausstellung "Acryl auf Leinwand ein in den Räumen des Vereins für Original-Radierung München in der Ludwigstraße 7 / Rgb. - Eröffnung 7.3.2013 19 - 21 Uhr. Siehe auch www.hedwig-katzenberger.de bzw. www.radierverein.de .