Sonntag, 3. November 2013

immer sehenswert: Biennale Venedig noch bis 24.11.2013

Bevor ich mit meinem Frauenthema fortfahre, heute noch ein paar Eindrücke von der diesjährigen Biennale in Venedig, die unter dem Motto "Il Palazzo Enciclopedico" stand. 
Venedig ist immer eine Reise wert. Kunst - Kultur - Essen - Palazzi - Wasserstraßen - Geschichte - Menschen - ein wahres Gesamtkunstwerk. Wir fahren seit einigen Jahren mit Freunden zur Biennale und besuchen gemeinsam einen Tag lang die Giardini (in diesen Gärten haben einzelne Länder seit Anfang des 20. Jahrhunderts ihre eigenen Pavillons) und nehmen uns einen weiteren Tag Zeit für das Arsenale (hier in der ehemaligen Schiffswert Venedigs findet eine von Kuratoren durchgeführte Mottoausstellung statt). Jeder von uns hält durch Fotos fest, was er interessant, beeindruckend oder auch anders auffallend fand. Zwischendurch treffen wir uns immer wieder und schlendern gemeinsam durch die Ausstellungen. Es ist spannend zu sehen, was man selbst auch übersehen hat. Später erinnert uns noch jahrelang ein Fotobuch an die Tage in Venedig und dokumentiert die eigenen Eindrücke, an einigen möchte ich auch sie teilhaben lassen:

























Siehe dazu auch:

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Frauen vorn

ausnahmsweise werbe ich für eine Zeitung - und das liegt wie Sie sich denken können am Titel "Frauen vorn" und am Inhalt "ein ganzes Heft über Künstlerinnen":


Montag, 28. Oktober 2013


Herzliche Einladung zur
Verkaufsausstellung
in der Handsatzwerkstatt
Fliegenkopf
München, Wörthstraße 42, direkt am Ostbahnhof,
Telefon 089  / 48 66 67 + 0170 / 85 41 332
  9. November,  14 bis 19 Uhr
10. November, 11 bis 18 Uhr

In schöner Werkstatt-Atmosphäre finden Sie
Buchkunst, TypoGrafik, Handpressendrucke, Karten,
Buntpapiere, interessante Buchbindearbeiten
und vieles mehr.
Vielleicht sind Sie jetzt schon auf der Suche
nach einem passenden Weihnachtsgeschenk?
Hier könnten Sie fündig werden:

Wir freuen uns auf Ihren Besuch:
Christa Schwarztrauber www.fliegenkopf-muenchen.de
Traute Langner-Geißler  www.garagendruck.de
Annette Vogel  www.vogelpresse.de
Barbara Hanel-Rusch  www.hanel-handcrafted.de


Freitag, 25. Oktober 2013

eine liebe Patientin von mir, hat mir eine Einladung zu einer wunderbaren Skulpturenausstellung im Hollerhaus/Irschenhausen geschickt:



beachten Sie bitte auch www.artnet.li

Liebeserklärung?









Mittwoch, 23. Oktober 2013

Sonntag, 20. Oktober 2013

Top Ten der bedeutenden Frauen

In der vergangenen Woche habe ich meine Patientinnen nach den für Sie bedeutenden Frauen gefragt. Das fand ich sehr interessant. Ganz herzlichen Dank an alle, die mir diesen kleinen Einblick gewährt haben. Viele der genannten Frauen sind Ihnen und mir natürlich bekannt, einige aber kannte ich keineswegs. Es hat mich dann zu weiteren Recherchen animiert.  Dadurch habe ich selbst auch viel gelernt. 
Wenn ich die Angaben "meine Mutter" und "meine Therapeutin" weglasse, wurden folgende zehn Frauen am meisten genannt:

1. Madame Curie (1867 - 1934), Physikerin und Chemikerin polnischer Herkunft, studierte in Paris an der Sorbonne, erhielt 1903 den Nobelpreis für Physik und 1911 den Nobelpreis für Chemie.
2. Angela Merkel (*1954), seit 2005 erste deutsche Bundeskanzlerin. Alle Befürworterinnen heben ihre Ruhe und Kraft vor allem in der Finanzkrise hervor.
3. Frida Kahlo (1907 - 1954), mexikanische Malerin, eine der bedeutendsten Vertreterinnen des Surrealismus.
4. Jeanne d'Arc (1412 - 1431) = Jungfrau von Orleans führte während des hundertjährigen Krieges die Franzosen gegen die Engländer, wurde wegen Verfehlungen gegen die Gesetze der Kirche auf dem Marktplatz von Rouen lebendigen Leibes im Scheiterhaufen verbrannt. 1456 wurde in einem Revisionsprozeß das Urteil aufgehoben und sie als Märtyrerin anerkannt, 1920 von Papst Benedikt XV. heilig gesprochen.
5. Mutter Teresa (1910 - 1997), Ordensschwester und Missionarin, wegen ihres Einsatzes für Alte, Kranke und Sterbende erhielt sie 1979 den Friedensnobelpreis und wird in der katholischen Kirche als Selige anerkannt. Ihre Methoden und ihre Arbeit werden in der Öffentlichkeit einerseits bewundert, aber auch von einigen kritisiert.
6. Virginia Woolf (1882 - 1941), britische Schriftstellerin der klassischen Moderne und Verlegerin.
7. Sophie Scholl (1921 - 1943), deutsche Widerstandkämpferin gegen den Nationalsozialismus, Mitglied der "Weißen Rose"
8. Lise Meitner (1878 - 1968), österreichisch-schwedische Kernphysikerin, die die Kernspaltung entdeckt hat - es gibt viele, die der Meinung sind dass der Nobelpreis zwischen ihr und Otto Hahn aufgeteilt gehört hätte, Pazifistin und von der NSDAP vertriebene Jüdin.
9. Indira Ghandi (1971 - 1984), Tochter von Nehru, nicht verwandt mit Mahatma Ghandi, Premierministerin Indiens 1980 bis 1984.
10. Maria Theresia (1717-1780) prägte das Europa der damaligen Zeit durch ihre Außen- und Heiratspolitik, aber auch durch zahlreiche Reformen.

Weiter genannt wurden auch 
Anne Freud (1895 - 1982 = jüngste Tochter Siegmund Freuds, östreichisch-britische Kinderpsychotherapeutin)
Hatschepsut (1479 bis 1458 vor Christus = alt-ägyptische Königin)
Corrie ten Boom (1892-1983 = niederländische Christin die mit der von ihr gegründeten Organisation zahlreiche Juden gerettet hat und in Yad Vashem geehrt wurde), 
Kleopatra (69 - 30 vor Christus = letzte weibliche Pharaonin)
Maria Montessori (1870 - 1952 = italienische Ärztin und Reformpädagogin, nach der von ihr entwickelten "Montessoripädagogik" werden auch heute noch zahllose Kinder erzogen)
Andrea Kutsch ( *1967 ="Pferdeflüsterin" und Schülerin Monty Roberts)
Käthe Kollwitz ( 1867 - 1945 = deutsche Malerin und Grafikerin, erstes weibliches Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste, Sozialistin, die sich in ihren Arbeitern besonders mit Arbeitern und Bauern beschäftigte),
Margarete Steiff (1847 - 1909 = durch Erkrankung an Polio seit Kindheit an den Rollstuhl gefesselt, gründete und leitete die gleichnamige Spielwarenfabrik und erfand den Teddybär)
Berta Benz (1849 - 1944 = ermöglichte die Herstellung des ersten Benz-Motorwagens durch ihren Verlobten Carl Benz und bewies durch die erste Automobilfernfahrt die Möglichkeiten dieses neuen Fortbewegungsmittels),
Berta von Suttner (1843 -1914 = erhielt 1905 den Friedensnobelpreis, sie setzte sich vor allem für die friedliche Beilegung von Konflikten und die Völkerverständigung ein)
Ruth Klüger (*1931 = amerikanische Schriftstellerin, die als Tochter eines jüdischen Frauenarztes in Wien geboren wurde, Professorin in Princeton und Kalifornien, Mitglied des PEN - "weiter leben" - "Frauen lesen anders" etc.)
Mona Lisa (= Frauengemälde von Leonardo da Vinci, die Florentinerin Lisa del Giocondo darstellend)
Eleonore von Aquitanien (1122 - 1204 = wohl einflussreichste Frau des Hochmittelalters, Herzogin von Aquitanien, dann Königin von Frankreich und Königin von England. Söhne Richard Löwenherz und Johann Ohneland. Tanja Kinkel beschreibt sie in ihrem Buch "Die Löwin von Aquitanien".
Charlotte von Stein (1742 - 1827 =Hofdame der Herzogin Anna Amalia in Weimar, enge Freundin und Vertraute von Goethe, Herder und Schiller.
Edith Stein (1891 - 1942 = deutsche Philosophin, Nonne und Märtyrerin beider christlicher Kirchen, 
und last but not least Dr. jur. Thoraya Ahmed Obaid (*? = erste arabische Frau, die in den USA studierte, lange Liste von Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden, rechte Hand von Kofi Annan, setzt sich für die Rechte von Frauen ein, steht auf der Liste der hundert einflußreichsten Frauen in den arabischen Staaten).

Sie dürfen sicher sein, daß ich meine Liste fortsetze. Ich selbst bin gespannt, wer mir noch alles genannt wird. Bei den vielen Namen kann ich nur Stichworte bringen, sonst würde ein literarisches Großprojekt daraus.




Dienstag, 15. Oktober 2013


Bei der Vernissage erfolgt auch die Erstvorstellung von Erwin Schmierer * 1969 in Zwiesel, seit 1993 Glasgravurmeister und seit 1995 freiberuflicher Künstler für Schliff und Gravur. 1998 Diatretglas, 2007 Formschmelze mit Technik der "verlorenen Form".

Montag, 14. Oktober 2013

Sonntag, 13. Oktober 2013

Salons und Salonièren

Für meine Fortsetzungsreihe über große Frauenfiguren aus der Geschichte bis heute sammle ich derzeit Namen. So ist meine Lieblingsfrage an Patientinnen und Freunde zur Zeit:  Nennen Sie mir spontan eine bedeutende Frau!

Als allererste bekam ich "Agnes Martin", "Bridget Riley" und "Ami Albers" genannt. Drei Namen, zu denen ich, wie ich zugeben muß, keine spontane Assoziation habe. Beim Betrachten der Bilder im Internet, habe ich das ein oder andere aber schon gesehen. Auch so verbessert die Arbeit an meinem Blog gleichzeitig meine Allgemeinbildung und mein Wissen.


Agnes Martin (1912 -2004), minimalistische US-amerikanische Künstlerin, die zahlreiche Preise wie den Otto-Kokoschka Preis und den Goldenen Löwen der Biennale Venedig erhalten hat. Ihre auch dem abstrakten Expressionismus zugeordneten Werke hängen in vielen wirklich bedeutenden Galerien, so auch dem Guggenheim Museum und der Tate Gallery.


Bridget Louise Riley (*1931) stammt aus England und ist eine der führenden Vertreterinnen der Op-Art. Auch Bridget Riley wurde für ihre Malerei diverse Male ausgezeichnet wie mit dem internationalen Preis für Malerei auf der Biennale in Venedig, dem Rubenspreis der Stadt Siegen und dem Goslarer Kaiserring. Sie begann anfänglich fast pointillistisch und heute sind Ihr Bilder perfekte Farblinien und -rauten mit beeindruckenden optischen Effekten.


Werke beider Künstlerinnen waren mehrfach auf der Dokumenta in Kassel ausgestellt.


Anni Albers (1899-1994), deutschamerikanische Künstlerin, ist dem Bauhaus zuzuordnen und war eigentlich Textilkünstlerin, wandte sich später aber besonders der abstrakten Grafik zu.


Als nächste wurden mir Coco Chanel und Madame du Barry genannt.

Um nicht völlig ziellos Frauen aufzuzählen, werde ich da mein Blog den Titel "Salon" trägt mit bedeutenden Frauen, die einen Salon führten, sogenannten Salonièren, beginnen:

Die Salons wurden in den Großstädten Europas wie Berlin, München, Dresden, Wien, Paris im 17. - 20. Jahrhunderts abgehalten. Die meist literarischen oder musikalischen Soirèen wurden von intellektuellen Damen der Gesellschaft abgehalten, die als Gastgeberinnen Raum für Begegnungen von Kunst und Kultur schufen, ebenso für zeitkritische, aber auch wissenschaftliche Diskussionen und intellektuelle Verständigung.

Berühmte Beispiele sind: Rahel Varnhagen, Germaine de Stael, Anna von Helmholtz, Marie von Schleinitz, Henriette Herz, Marquise de Rambouillet, Fanny von Arnstein, deren Salon führte später ihre Tochter Henriette von Pereira-Arnstein weiter. Ab und zu gab es wie in München auch gemeinsame Salons von Ehepaaren, z.B. den von Elsa und Max Bernstein.

Stellvertretend möchte ich nur die ersten drei Salonlöwinnen ausführlicher erwähnen:


Rahel Varnhagen (1771-1833) - sie trat für die Emanzipation der Frauen, besonders der jüdischen Frauen ein und führte einen literarisch-wissenschaftlichen Salon, an dem viele Größen der Romantik teilnahmen. Hannah Arendt hat ihre politische Biografie "Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin aus der Romantik" geschrieben. Es gibt heute eine Varnhagen Gesellschaft und einen virtuellen Salon mit diesem Namen: www.varnhagen.info . Bei Romantik darf man natürlich Bettina von Armin nicht unterschlagen.


Germaine de Stael oder auch Madame de Stael (1766-1860) beschäftigte sich bereits als 15jährige mit den Schriften Montesquieus. Die Politik beschäftigte Sie ihr ganzes Leben. Sie schrieb ein Buch über Deutschland "De l’Allemagne", von ihr stammt der Begriff "das Land der Dichter und Denker".


Anna von Helmholtz (1834-1899), geborene von Mohl, Ehefrau des Physikers Hermann Helmholtz, der später geadelt wurde. Sie schuf sozusagen den Prototyp des Salons im Kaiserreich. Sie war eine "Grande Dame" ihrer Zeit und bei ihr trafen sich Hochadel, Künstler, Naturwissenschaftler und Literaten. Bei ihr traf sich mehr die Wissenschaft, bei Marie von Schleinitz mehr die Kunst.


Eigentlich wollte ich meine Reihe mit bayerischen Frauen also den "bayerischen Amazonen" beginnen. Dazu hat mir meine Freundin Susanne das gleichnamige Buch von Michaela Karl geliehen, erschienen bei Piper. Sie hat mich auch mit weiterer Lektüre wie "Frauenleben in München" erschienen im Buchendorfer Verlag versorgt. Aus dem Bücherregal meiner Mutter stammt "Bayerns Königinnen" bei Friedrich Pustet erschienen und "Frauen der ersten Stunde" von Antje Dertinger. Weitere Anregungen für "Top"-Frauen habe ich "Madame Curie und ihre Schwestern - Frauen, die den Nobelpreis bekamen" entnommen. Jede von uns, hat sicher ihre eigenen Prioritäten, ich freue mich über Anregungen, Hinweise, am besten in Form kleiner Beiträge.






Freitag, 11. Oktober 2013

Idole

das Thema der Vorbildfrauen und Idole fesselt mich doch so, daß ich meine Liste bereits heute fortführen will:

Hannah Arendt (1906-1975), Philosophin und Publizistingehört als eine der Ersten in diese Aufzählung bedeutender Frauen. In Deutschland als assimilierte Jüdin geboren und aufgewachsen, hat Philosophie und Theologie studiert und hat sich zeitlebens mit der Realität des 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt. Ihre Formulierung "die Banalität des Bösen" im Zusammenhang mit Eichmann ist ein geflügeltes Wort geworden. Ziel aller ihrer Bemühungen war das Verstehen von Zeit und Wirklichkeit und die Menschen in ihrer Situation zu lieben.
Hannah Arendt und der Eichmann-Prozeß stehen im Mittelpunkt des vielfach ausgezeichneten Films von Margarethe von Trotta mit Barbara Sukowa in der Hauptrolle.

Ebenfalls von 1906 bis 1975 lebte Josefine Baker - mit ihr assoziiere ich Bananenröckchen, Exotik, Pariser Erotik und Tanz, eben die "schwarze Venus". Aber viel wichtiger ist: für ihren Kampf in der Résistance wurde sie nach dem Krieg mehrfach ausgezeichnet, sie wandte sich gegen Rassendiskriminierung und Faschismus. Mit Ihrem Lebensgefährten gründete sie eine "Regenbogenfamilie" und adoptierte zahlreiche Kinder unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe.

Eine weitere weibliche Ikone dieser Zeit ist die Schriftstellerin Simone de Beauvoir (1908-1986), die nicht erst durch die Beziehung mit Jean Paul Sartre Berühmtheit erlangte. Sie studierte Mathematik, Philosophie und Literatur und wird zu einer der Leitfiguren der Feministischen Bewegung durch ihre Schriften zu Frau und Gesellschaft sowie ihre existenzialistischen Romane.

Zu einer weiteren hervorragenden weiblichen Schriftstellerin, nämlich Ingeborg Bachmann (1926-1973) und ihrem Werk habe ich wie manch ein Schüler/-in meiner Generation ein gespaltenes Verhältnis. Da sie als eine, wenn nicht sogar die bedeutendste, deutschsprachige Nachkriegsschriftstellerin und Mitglied der Gruppe 47 zwangsläufig in den Deutschunterricht der Oberstufe gehörte, fehlt mir irgendwie die Distanz, ihr Werk heute richtig einzuordnen. Ebenso wie die Gedichte (z.B. die Todesfuge) von ihrem Freund Paul Celan, den ich eigentlich erst in Zusammenschau mit den Werken von Anselm Kiefer schätzen gelernt habe.

Umgekehrt habe ich als Jugendliche die Romane von Pearl S. Buck (1892-1973) geliebt, die aber bei uns in der Schule - obwohl Literaturnobelpreisträgerin - als "Trivialliteratur" nicht besprochen wurden.  Umso mehr verschlag ich nächtens "Reis in Silberschalen", "Gute Erde", "Die Frauen des Hauses Wu", "Das Mädchen Orchidee" etc. Sie war in den 20er Jahren Universitätsdozentin in Nanking und auch sie setzte sich wie Josefine Baker für Kinder ganz unterschiedlicher ethnischer Herkunft ein, adoptierte selbst 6 Kinder und gründete bereits 1949 die "Welcome-House-Agentur" zur Vermittlung solcher Waisenkinder.

Selbst wenn ich mich jedesmal kurz fasse, muß ich für heute aufhören und ein andermal fortfahren.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

bedeutende Frauen

Nach meiner Reihe über Bräuche und Brauchtum in Deutschland und aller Welt, habe ich jetzt beschlossen so Peau à Peau über beeindruckende Frauenpersönlichkeiten zu berichten.

Dabei habe ich am meisten Probleme mit der Reihenfolge. Bayern2 hat heute morgen über Edith Piaf  (1915-1963) berichtet, die heute ihren 50 Todestag hätte. Ich denke das ist ein guter Auftakt. Mir schwingen dabei allerdings weitaus mehr Melodien als Worte durch den Kopf. beim "Spatz von Paris" schwingt "la vie en rosé" oder "Non ne regrette rien" in der Luft. Ihr Leben allerdings war von Katastrophen, Trauer, Verlusten und Enttäuschungen geprägt. Sie hat selbst ihr Leben in einer Biografie beschrieben. In den Berichten über ihr Leben gehen Wirklichkeit und Wahrheit wohl manches mal verschiedene Wege.

160. Geburtstag hätte heute die Bergsteigerin Jeanne Immink (1853-1929). Zu dieser für ihre Zeit äußerst ungewöhnlichen Frau gibt es eine eigene Homepage von Harry Muré:
www.jeanne-immink.at  Da können Sie alles nachlesen und ich stehe nicht in Gefahr nur abzuschreiben.

Ihren 55. Geburtstag beging am 8.10. auch Frau Dr. med. Ursula von der Leyen (*1958). Als engagierte Politikerin, promovierte Medizinerin und siebenfache Mutter ist sie für meinen Blog besonders geeignet. Wenn man ihre Daten im Netz verfolgt findet man äußerst ambivalente und zum Teil sehr gehässige Aussagen. Sie hat es jedoch durch die Einführung der zwei Vätermonate beim neuen Elterngeld geschafft, daß die Gleichberechtigung der arbeitenden Eltern deutlich gestiegen ist. Ihr Engagement für Kinderbetreuung und Familienpolitik ist bahnbrechend. »Ich will, dass wir wieder mehr Kinder in diesem Land haben. Das ist das Wichtigste!«. Eine begeisterte Gynäkologin wie ich, kann dies nur unterstreichen.

Auf der Suche nach bedeutenden Luft- und Raumfahrerinnen bin ich auf die in München geborene Dr. Ilse Essers (1898-1994) gestoßen. Ihre Erkenntnisse sind heute noch für jeden Ingenieurstudenten wichtig. Es gibt auch seit 2004 einen Preis von der Zeppelinstiftung mit Ihrem Namen. Ihr Buch Technik an meinem Lebensweg – Als Frau und Ingenieur in der Frühzeit der Luftfahrtechnik“ beschreibt ihre Einstellung zur Technik, die dem Menschen zu dienen hat. Für sie hatte "Technik eine Seele".

Fortsetzung folgt.



für Musikinteressenten

Es gibt noch Restkarten für das 

Diogenes Quartett - Herrschinger Konzerte

mit Schubert und Mozart im Großen Saal des Hauses der bayrischen Landwirtschaft in Herrsching

Sonntag 13.10.2013 19:00

siehe unter www.altenberger.net unter "Kultur" bzw. Herrschinger Konzerte.

hier ein Event mit Liz Howard


für Interessierte:

58.Kunst-Messe München

Postpalast
Wredestraße10 (a.d.Hackerbrücke)-80335 München

19. - 27.Oktober 2013

täglich geöffnet 11-19 Uhr


Sonntag, 29. September 2013

Erinnerung


News
Häusler Contemporary München
Judy Ledgerwood
»Passing Through Color«
13. 09. 2013 – 26. 10. 2013

http://www.youtube.com/watch?v=6ZpmW8f6DM8

Donnerstag, 26. September 2013

Münchner Abende


Gestern abend war ich auf einer wunderbaren Veranstaltung im Münchner Literaturhaus am Salvatorplatz. Frau Dr. Katrin Stoll (Kunstauktionshaus Neumeister) unterhielt sich mit Konrad O. Bernheimer über sein Erstlingswerk.  Bernheimer ist der Urenkel von Lehmann Bernheimer, der im 19. Jahrhundert das Bernheimer Palais am Lehnbachplatz errichtete und der Gründer eines international  sehr bedeutenden Kunst - und Antiquitätenhandels war. Frau Stoll führte sehr unterhaltsam  durch das Gespräch und ließ Bernheimers geniale Erzählkunst auf Beste zur Geltung kommen. In seinem Buch "Narwalzahn und Alte Meister"  verknüpft Bernheimer die eigene Firmen- und Familiensaga mit Münchens Geschichte, seinem Bürgertum und auch dem Judentum im Dritten Reich.

Heute abend habe ich die Vernissage des Münchner Kunstsalons in der Ägyptischen Sammlung besucht, die Bilder werden optimal präsentiert  in dem hohem Betonraum mit den renaissanceroten Stellwänden. U.a. hat Christoph Haußner seinen Pygmalion - die Geschichte von dem Bildhauer, der sich in sein eigenes Werk verliebt -  passend inszeniert.

Samstag, 14. September 2013

Women in Space

Gestern haben Claudia Kessler (HE SPACE) und Diana Pueyo (ASTRIUM/EADS) auf dem Raumfahrtstammtisch in München ein ganz besonderes internationales Frauen-Netzwerk vorgestellt, bei dem sich übrigens auch Nichtraumfahrerinnen und auch Männer beteiligen dürfen: Women in Aerospace. Es ist eine Gruppe äußerst faszinierender und engagierter Frauen aus allen Ländern der Erde! 

Unter folgendem Link können Sie auch die lokalen Gruppen finden:

www.wia-europe.org

Ich bin sicher, daß einige meiner Leserinnen, sich dafür interessieren. 
Die nächsten Events sind z.B. am 28.09.2013 "How to manage your boss". 
Heute fand der Münchner Frauenlauf von WIA statt.

Munich Women’s Run von WIA

siehe unter:  www.wia-europe.org
Are you ready for a physical late summer challenge?

As the ancient romans use to say "Mens sana in corpore sano" (a healthy mind in a healthy body), what better than a run in good company to help relief some of your working stress and boost your energy to face to long winter ahead?

Having said this, we would like to propose you to take part into the Munich Women's Run, which will take place on September 14th at the Olympiapark.

The distances on which you can challenge yourselves are 5 or 8 Kilometers walking or running and you will not be alone in your effort but the idea is to sign up in groups of 3, based on the desired distance and speed.

In case you are interested, we would like to organize a couple of training runs (i.e. once a month in July and August), to get ready for the event and, more important, to share a cup of coffee and a well earned piece of cake among us afterwards.

The current price to sign up is 23.9 euros until the number of participants reaches 1000, then it will go up to 27.9 euros.


Here is more information. Let us know if you are interested  by the end of June by sending an email to wia.munich@gmail.com with your name and target running/walking distance so we can plan the teams and start training to reach our goals!

Freitag, 13. September 2013

Freising - Josef Lang

 
Hinweis auf eine Ausstellung im Alten Gefängnis Freising:
 
 


Donnerstag, 29. August 2013

07.09. bis 5.10.2013



vielleicht ein Grund nach Hannover zum 16.Zinnober-Kunstvolkslauf zu fahren?



Das Wort "Zinnoberkunstlauf" kommt von Kurt Schwitters und seinem Zinnoberschlager aus den zwanziger Jahren  "Immer rinn in den Zinnober, immer knüppeldicke rinn" heißt es da. Und so wie in den 1920er Jahren um Kurt Schwitters beim Zinnoberfest die Kunst gefeiert wurde, feiert Hannover mit seiner Kunstszene am 7. und 8. September den 16. ZINNOBER-Kunstvolkslauf in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Sonntag, 25. August 2013

Funken in den Augen, Rosinen im Kopf

"Funken in den Augen. Rosinen im Kopf"


ein wunderschönes "Hausbuch der Liebe". Der Gerstenbergverlag produziert immer wieder ganz wunderbare Kinderbücher, die auch Erwachsene lieben! Ich habe es für mein Wartezimmer erstanden. Hier findet Ihr weitere Kinderbücherlieblinge ebenso wie Neues oder Geschenktes:







  Zum Abschluss unbedingt ein Morgensterngedicht - super geeignet für Fernbeziehungen:


Geheime Verabredung

Glühend zwischen Dir und mir
Julinächte brüten;
gleiche Sterne dort und hier
unsern Schlaf behüten.

Wähl das schönste Sternelein,
will das Gleiche tuen;-
morgen droben Stelldichein
auf geheimen Schuhen.

Gibst du nur nichts anderm Raum
als mich dort zu finden,
wird ein gleicher süßer Traum
dich und mich verbinden.

Christian Morgenstern





Hier noch eine kleine Erinnerung an den literarischen Herbst in Freising, der heuer zum 31.mal stattfinden wird. 
Termine unter: http://www.modern-studio.de/termine.htm


Rund ist schön

Zu meiner Freude haben wir es jetzt auch schwarz auf weiß: Rund ist schön!

Bereits vor 25 Jahren in einer Zeit der rechteckigen Arbeitstische habe ich mir meinen Tisch im Sprechzimmer mit einem freistehenden runden Teil anfertigen lassen. 
Vor zwei Jahren haben wir die Wände meiner neuen Praxis ebenfalls mit Rundungen konstruiert. Jetzt steht es in "Bild der Wissenschaft" Heft 9/2013 und in "Gehirn und Geist", dass ein  internationales Forscherteam um Oshin Vartanian von der kanadischen Universität Toronto dies in einer Studie bewiesen hat: Menschen empfinden runde Räume schöner als eckige! Zu ähnlichen Ergebnissen kam der spanische Psychologe und Neuroästhetikforscher  Marcos Nadal von der Universität in Wien, runde Innenräume waren das einzige, was alle Probanden gemeinsam als besonders schön empfanden bei einem Architekturvergleich. Beim Betrachten von Bildern von runden Innenräumen im Kernspin (MRT) sind bei den Betrachtern besonders Hirnregionen aktiviert, die auch bei Belohnung und Wohlgefühl reagieren.
Kein Wunder, wenn ich jeden Tag mit so großer Begeisterung in meine "runde" Praxis gehe. Belohnung pur!





immer wieder lohnend - der Kunstsalon!


hier der Hinweis:

KUNSTSALON 2013

Ägyptisches Museum

Kunstareal München, 
Arcisstr. 16


Ausstellungstermin                                        
27. September - 27. Oktober 2013                                       
                                                                                                                                                               
mit Teilnahme an
Die Lange Nacht der Museen
19. Oktober 2013
mit eigenen Veranstaltungen





www.openart.biz - hier können Sie alles weitere zu Open-Art-Munich erfahren!







Freitag, 26. Juli 2013

für Kunst-Interessierte noch der Link zum Kunst-Blog einer Patientin:

www.italiangreyhounds.org/errata/

Dienstag, 23. Juli 2013

Paarglück


Dieser Erden Glück zu finden,
müsset ihr zu Paaren sein.
Johann Wolfgang von Goethe

Ich - Du - Wir - Flirt - Beziehung - Liebe - Familie - 1000 Fragen nicht nur um Verhütung und Sexualität - nein auch: wie lern ich jemanden kennen - wie war und ist das bei Ihnen / Dir?

Als kleines Mädchen habe ich alle Paare im Freundeskreis meiner Eltern gefragt wie sie sich kennengelernt haben, Mädchen und junge Frauen lieben romantische Geschichten. Meine Eltern haben sich bei einem Vortrag meiner Mutter auf einer Landwirtschaftsausstellung kennengelernt. Mein Mann und ich haben uns kennengelernt wie mein Mann Unterlagen für meinen Bruder abgegeben hat und dann hatte er abends drei Karten für Gerd Fröbe mit "Christian Morgenstern" in der Lach- und Schießgesellschaft...

All die Gespräche zeigen, die jungen Leute haben es heute nicht leicht. Wie eine hübsche, süße, nette junge Dame so klar sagte - erst Mädchenschule mit lauter Mädels, dann Studium als Lehrerin oder Ärztin, wegen des Numerus clausus wieder lauter Mädchen - "wo soll ich denn einen jungen Mann kennen lernen?". Die Studienwege sind in Zeiten von Bachelor zunehmend verschult, die Freizeit wird immer knapper. Im Beruf und Freundeskreis bewegt man sich dann stets in den gleichen Kreisen. Wie eine Mutter sagte - heute gibt's auch nicht mehr so viel Tanzabende, das Vereinswesen schrumpft - Segeln - Rudern - Kegeln - Karneval - CVJM - Ski - Tennis - alles weniger als zu unserer Jugend.  Die Individualität als Feind der Partnersuche?

Heute abend beschäftigt sich Wieso/ZDF mit dem Thema und bringt ein Ranking der zehn besten Kontaktbörsen. Der Spiegel hat 2012 ein Sonderheft Wissen über die Liebe herausgebracht und vergleicht gängige Singlebörsen, auch der Fokus untersuchte 2012 die Geheimnisse einer glücklichen Ehe, NEON vergleicht Singleportale, stellt Fragen für funktionierende Partnerschaften. Ein Viertel aller Suchenden findet heute seinen Partner im Internet. Zunehmend werden Foren wie Parship.de, eDarling und Elite-Partner genannt. Es gibt auch Christliche Singlebörsen, aber auch christliche Alternativen werden diskutiert wie bei "emwag = es muß etwas anderes geben". Gerade hat eines der zahlreichen Münchner Klöster (Kapuziner) seine Pforten aufgrund fehlenden Nachwuchses geschlossen.

Als Frauenärztin klagen mir natürlich mehr Frauen ihr Leid, privat höre ich aber das Gleiche von Männern. Ich wünsche Euch allen Glück, Liebe und Erfolg, aber auch Mut und den Glauben an Euch selbst!

Das ist schwer; ein Leben zu zwein.
Nur eins ist schwerer: einsam sein.
Kurt Tucholsky

Die Gedichte habe ich dem Buch "Ich - Du - Wir Paargedichte" von Dieter Hildebrandt entnommen.