Samstag, 23. Februar 2013

Konzertsaal für München

Konzertsaalplanung im Finanzgarten - von Prof. Gerd Hirzinger
Schon seit langem ist klar, dass München einen neuen Konzertsaal braucht. Gestritten wird lediglich über den möglichen Standort. Museumsinsel, Finanzgarten, hinter den Kammerspielen, am Cirkus Kronebau, in Neuhausen etc. sind denkbar. Die LMU und TU haben Projekte mit ihren Studenten bearbeitet. Die Akustik im Gasteig ist trotz Nachbesserung nicht perfekt, der Herkulessaal, die Allerheiligen Hofkirche oder der Saal in der Musikakademie sind nicht ausreichend für eine so große Stadt wie München.  Münchner Rundfunksymphonieorchester und Münchner Philharmoniker brauchen eine eigene Heimat, da eine Doppelbespielung wie Studien belegen nicht wirklich durchführbar ist. Internationale Musikergrößen wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Enoch zu Guttenberg, Maris Jansons, Nicolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Ricardo Muti, Ann-Sophie Mutter, Lang Lang, Sir Simon Rattle und Wolfgang Sawallisch treten für dieses Projekt ein, damit München, die Stadt der Musikliebhaber einen anderen Groß- bzw. Weltstädten adäquaten Konzertsaal erhält. Ein neuer Saal ist nicht nur ein wirtschaftlicher Standortfaktor oder eine Verstärkung der musikalischen Vielfalt in München, er ermöglicht auch eine stärkere Einbindung der Jugend in die musikalischen Möglichkeit durch Anziehung weltweiter Musikstars und Orchester.

Wen die Diskussion interessiert, dem empfehle ich die Seite www.konzertsaal-muenchen.de.

Montag, 18. Februar 2013


Einladung der Familie Barritt in die Pasinger Fabrik (http://www.pasinger-fabrik.com) am 10.März 2013 um 19:30 Uhr.

Vor 100 Jahren begann der Mythos schon vor der Katastrophe: Sie galt als schnellstes Schiff ihrer Zeit. Dann ging sie unter und wurde unsterblich: Die Titanic. Mit ihrem Schicksal und den Menschen an Bord beschäftigen sich seit dem Schriftsteller, Regisseure, Künstler und ganze Generationen.  Karin Krug liest Texte über die Titanic von Autoren, die dabei waren, und von anderen, die sich die Tragödie vorstellen. Dazu spielt Sara Barritt (Flöte), Katie Barritt (Bratsche), Miranda Waldmann-Barritt (Cello) und Christopher Barritt (Cello) Musik, die an Bord der Titanic gespielt wurde bis zu jenem Moment, als sie im Eismeer für immer versank. Ein Abend der Erinnerungen und Emotionen.






Hier ein lustiges, tagesaktuelles Fotos von einem Neuzugang unterhalb des Friedensengels - leider wird der bayrische Föhn das nette Schneefräulein bald wieder weglutschen.
Schneefrau unterhalb des Friedensengels

Sonntag, 17. Februar 2013

Heute gab es in Bayern 2 folgende Jan Weiler Kolumne zum Thema Diät - unbedingt nachhören!!

Mein Leben als Mensch: Zum Nachhören
Link zum vollständigen Artikel in BR.de:
http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/sonntagsbeilage/mein-leben-als-menschdiaet-170213_x-100.html

Samstag, 16. Februar 2013

Fasching versus Karneval - Alaaf oder Helau?

In dieser Woche war es in München ziemlich ruhig, morgens waren die Straßen richtig leer, der Grund: "Faschingsferien". Alle Welt war ausgeflogen.
Ein Anlass für mich, nochmals über deutsches Brauchtum zu plaudern. In Deutschland heißt die Zeit vor Beginn der sechswöchigen vorösterlichen Fastenzeit je nach Region Karneval, Fasching, Fastnacht oder Fasnacht. Die Hochburgen des Karnevals sind im Rheinland und der Fastnacht im schwäbisch-alemannischen Bereich. Bereits bei den alten Römern gab es prächtig geschmückte Wagenumzüge wie heute in Köln. 
Im Süddeutschen Raum gibt es im Dezember und Januar bzw. in den Raunächten bis zum Dreikönigstag neben der leichten Fröhlichkeit auch die etwas handfestere Variante, wie die Perchten, die auch auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurück schauen können. Meine Mutter hat als kleines Kind die Perchten wegen ihrer groben Scherze sehr gefürchtet. Bei dieser Art des Mummenschanzes gab es öfter Exzesse, wo Menschen im Schutze der Maske so manches Unwesen trieben. Aber Perchtenlauf und Fasching oder Karnevalsumzug sind an sich zwei ganz unterschiedliche Bräuche, auch wenn bei beiden das Winteraustreiben eine Quelle des Brauchtums ist. 





Fasching im Refektorium
Hebammenfasching
In Bayern bzw. München feiert man den "Fasching" eher auf privaten Festen, wenn auch die Feste zum Beispiel beim bayerischen Rundfunk legendär sind. Mein Vater erzählte immer begeistert von den phantasievollen Kostümen auf dem Ball der Damischen Ritter. In meiner Schul- und Studienzeit gab es zahlreiche private Faschingsbälle, in denen die halbe Wohnung geschmückt und je nach Thema eingerichtet wurde. Auf manchen Faschingsbällen wurden Preise für die besten oder verrücktesten Kostüme vergeben.  Fröhlich war es auch, wenn wir uns bereits vorher bei uns zuhause zum Schminken trafen. Die schönsten Feste in meiner Studienzeit fanden im physiologischen Institut statt. Unvergesslich ist mir ein Faschingsdienstag im Refektorium der Nonnen in der Maistraße. Herrlich ausgelassen waren auch die Faschingsbälle im Hebammencasino. Der größte Spaß war immer zu sehen, wer hinter welch erstaunlicher Verkleidung steckte. 


Der rheinische Karneval mit großen Prunksitzungen und Straßenkarneval ist ganz anders, viel lauter und viel öffentlicher - und viel politischer. Das liegt auch daran, daß eine seiner Quellen die Auflehnung gegen die französische Besatzung zu Napoleons Zeiten ist (und später gegen das preußische Militär). Daher gibt es auch die vielen Uniformen, traditionell in den französischen Farben rot, weiß und blau. Es gibt viele Rituale, die dem Zugereisten fremd sind. Neben dem Rosenmontag hat sich Weiberfastnacht als zweiter Höhepunkt etabliert. Mein Mann ist in Eschweiler, einer der Karnevalshochburgen des Rheinlandes, aufgewachsen. Nach Köln und Mainz hat Eschweiler, eine kleine Stadt in der Nähe von Aachen, den drittgrößten Rosenmontagszug. Die Zahl der "Jecken" übertrifft an "Fasteloovend" bei weitem die Zahl der Einwohner dieser kleinen Stadt. Auch meine aus München stammende Schwiegermutter liebte diese Tradition, die sie meist mit Ihren Freundinnen ausgiebig feierte. Eine sehr nette Sitte ist am Aschermittwoch das Fischessen, bei dem die schönsten Geschichten der zurückliegenden "tollen Tage" in kleiner Runde nochmals zum Besten gegeben werden. 
Weiberfastnacht in Bonn
Mich fasziniert vor allem Weiberfastnacht. Im Rheinland wird hier spätestens (!) ab Mittag nicht mehr gearbeitet und ausgiebig gefeiert. Da gibt es neben der Traditon des Krawatteabschneidens auch die Tradition der Rathauserstürmung mit der Schlüsselübergabe zur Übergabe der Macht an die Frauen!  Die "Erfindung" reklamiert übrigens die Stadt Bonn, genauer gesagt der rechtsrheinisch gelegene Stadtteil Beuel, für sich, auch wenn der exakte Historiker dem widersprechen würde. Der Donnerstag vor Karneval war der eigentlich freie Tag der Waschfrauen in Beuel. Schon 1824 gründete sich dort das "Alte Damenkomitee", um damit den Frauen die Teilnahme am bis dahin rein männlich dominierten Karneval zu erstreiten. 

Sonntag, 3. Februar 2013

Frauenbild in unserer Gesellschaft



Tägliche Schlagzeilen über Gewalt gegen Frauen, die Affäre Strauss-Kahn, die Vergewaltigung der indischen Studentin in einem öffentlichen Bus, die aktuelle Sexismusdebatte im Stern, Aufruf zu „ONE BILLION RISING“ (siehe mein Post vom 1.2.13)  fordern auf, unser Frauenbild in der Gesellschaft zu überdenken.

Im Stern sind z.T sehr negative Erfahrungen beschrieben. Ganz sicher können viele aus ihrer Sicht zu diesem Thema Erlebnisse beitragen. Wie habe ich das erlebt? Ich bin mit vielen Buben aufgewachsen - Spielkameraden auf der Alb, Bruder, Schulkameraden im Max-Gymnasium (damals fast ausschließlich Buben) und Kommilitonen (damals männlich dominiertes Studienfach - heute 80% der Medizinstudenten/-innen weiblich). Dabei hatte ich persönlich nie das Gefühl, als Frau benachteiligt zu sein. Trotz dieser grundsätzlich positiven Erfahrung kann ich auch Erlebnisse nennen, wo man (!) mich nicht ernst genommen hat, zum Beispiel beim Kauf von technischen Geräten, Problemen mit Computern, ganz besonders aber bei Banken. Viele Männer können sich einfach nicht vorstellen, daß Frauen in Technikfragen und Finanzen (mindestens ?) genauso versiert sind wie sie. 

Trotzdem gilt: Mädchen haben im Verhältnis zu gleichaltrigen Buben ein deutlich geringeres Selbstwertgefühl gerade auch in Hinblick auf das eigene Körperbild, präpubertär und insbesondere in der Pubertät. Dies bestätigen zahlreiche Studien und Statistiken. Hier machte ich selbst auch keine Ausnahme. Woran liegt das? Viele Bücher über die unterschiedliche Sozialisation von Buben und Mädchen versuchen das zu klären. Ich habe keine einheitliche Meinung gefunden. In meiner Studienzeit meinte man, alles durch Erziehung beeinflussen zu können. Das ist wohl nicht ganz richtig, es finden sich heute immer mehr Hinweise auf andere Einflüsse vom Chromosom bis zur Molekulargenetik. Wie immer liegt die Wahrheit wahrscheinlich in der Mitte.

In wie weit beeinflussen Gene unsere Entwicklung zur Frau oder zum Mann? Wieviel Jäger und Sammler steckt in uns? Wieviel macht die Umwelt aus? Viele Fragen und noch viel zu wenig Antworten.

Mein Eindruck ist, dass das persönliche Umfeld das Frauenbild prägt. Wie verhält sich der Vater gegenüber der Mutter? Wie sind die Äußerungen über Mitarbeiterinnen, Kolleginnen oder Ehefrauen? Wenn Männer die Leistung und das Können der eigenen Ehefrau gering schätzen, braucht man sich nicht wundern, wenn dies auch die kleine familiäre Umwelt prägt. Und das ist unabhängig von der sozialen Schicht. Vom abschätzigen Reden über andere Frauen bis zur billigen Anmache ist der Weg nicht weit. Es ist eine Frage der grundsätzlichen Einstellung. In dieser Welt gedeihen nicht nur primitive Stammtischwitze und distanzlose Anmache! 

Kurz - liebe Freundinnen, Patientinnen und Leserinnen - auch wir vermitteln in unserem Alltag und Privatleben, bei unseren Männern und bei unseren Söhnen und Töchtern das Frauenbild! Die genetischen Codes können wir nicht ändern. Aber wir bringen ihnen den Respekt vor der Tüchtigkeit der Frauen bei, wir lehren sie die Achtung vor dem Können und Wissen der anderen! Kämpfen wir für Respekt, Achtung und Anerkennung und gegen Distanzlosigkeit und Gewalt! Die Gesellschaft sind schließlich wir!

Bei aller Diskussion über Sexismus und Gewalt vergesst aber nicht, wie prickelnd ein Flirt ist und wie schön das Zusammensein Mann-Frau ist! Wie herrlich sind phantasievolle Komplimente! Genießen wir die erotische Spannung! Es gibt so wunderbare Männer!


Freitag, 1. Februar 2013

Privatisierung der europäischen Wasserversorgung

ZUM THEMA PRIVATISIERUNG DER ÖFFENTLICHEN WASSERVERSORGUNG HIER EIN LINK, UM DEN MICH MEHRERE PATIENTINNEN GEBETEN HABEN:

www.right2water.eu/de


Die EU-Kommission will den Markt für die Privatisierung der Wasserrechte
freigeben. Monitor hat darüber am 13.12. eine Sendung ausgestrahlt (Link
unten): Geheimoperation Wasser: Wie die EU-Kommission Wasser zur
Handelsware machen will.
Die EU-Zuständigen wollen den Markt öffnen für eine Privatisierung der Wasserrechte. Der Wasserpreis kann zukünftig vom Börsenkurs abhängen, Wasser könnte ein Exportschlager werden, der von Großkonzernen kontrolliert wird. Auch die Qualität wird dann kaum beeinflussbar.

Link zum Artikel:
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/1213/wasser.php5
Link zur Unterschriftenaktion: s. oben

eine Milliarde tanzende Frauen


..machen Sie mit - das wünscht sich Frau Kress!


Frau Dr. Katzenberger lädt zur Ausstellung "Acryl auf Leinwand ein in den Räumen des Vereins für Original-Radierung München in der Ludwigstraße 7 / Rgb. - Eröffnung 7.3.2013 19 - 21 Uhr. Siehe auch www.hedwig-katzenberger.de bzw. www.radierverein.de .

Dienstag, 29. Januar 2013


Weitere Empfehlungen von Frau Dr. Altenberger  können Sie unter www.kultur-schloss-seefeld.de oder www.altenberger.net finden, u.a.  den "rising star" Amadeus Wiesensee. Der 18 -jährige Pianist berührte nicht nur Altbundespräsident Roman Herzog mit seinem Spiel. Sie können ihn mit  Werken von Mozart, Beethoven und Schumann am 3.2.13 um 18 Uhr in Schloss Seefeld hören.

Sonntag, 27. Januar 2013

ANTI - AGING

Oskar Niemeyer, der berühmte brasilianische Architekt und "Kurven-Liebhaber" ist im Dezember 2012 mit fast 105 Jahren gestorben. Niemeyer hat bis kurz vor seinem Tode gearbeitet und hatte 2006 ein zweites Mal geheiratet, nachdem er mit seiner ersten Frau 76 Jahre verheiratet war. Dies zeigt uns, dass wir alle immer älter werden und dabei lange gesund bleiben. Deshalb sollten wir uns damit beschäftigen, wie wir unser Alt-Werden gestalten wollen und wie stark wir darauf Einfluß nehmen können.

Sofort kommt der irreführende Begriff des Anti-Aging in den Sinn. Unter Anti-Aging verstehen viele nur die ästhetische Komponente. Viel interessanter sind aber die anderen Säulen der möglichen Prävention wie Lebensstil, Ernährung, Geselligkeit, vor allem aber Bewegung und die Seite der mentalen und psychischen Balance. Gleiches belegt heute die Glücksforschung: Gesundheit, täglich eine halbe Stunde Bewegung, Geselligkeit, eine lebendige Partnerschaft, Glaube und eine befriedigende Tätigkeit (nicht gleichzusetzen mit bezahlter Arbeit) sind die allen Kulturen gemeinsame Voraussetzung fürs Glücklichsein. Die gute Nachricht: alle Punkte können wir selbst beeinflussen!

Als die beste Form von Antiaging gilt schon lange die Kombination in Form von Tanz also Bewegung zu Musik oder das Klavierspiel. Für weniger hochmusikalische Menschen lohnt zum Trost die Lektüre des Buches von Prof. Dr. Ernst Pöppel und Dr. Beatrice Wagner "Je älter desto besser" mit dem Untertitel "Überraschende Erkenntnisse aus der Hirmforschung".

Zahlreiche Studien zeigen, dass nicht nur die Muskulatur jederzeit trainierbar ist (heute laufen bereits die über 50-jährigen schneller Marathon als 1936 der Olympiasieger Son Kitei), sondern auch die Hirnzellen. Wir sind in der Lage, einen Abbau unserer Gehirnsubstanz zu verhindern. Siegfried Lehrl von der Uni Erlangen  gilt als Vater des "Gehirnjogging" bzw. des "MAT"= mentalen Aktivierungstrainings. Zum Trainieren für unterwegs gibt es die App Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging.

Solche kleinen Übungen sind allerdings unter Experten umstritten. Besser ist die Herausforderung des Alltags anzunehmen und immer wieder auch neue Dinge zu machen, staunen zu können, neugierig und interessiert an Innovationen teilzunehmen. Dabei kann man sich auch sozial einsetzen und mit Jugendlichen lernen, Patenschaften übernehmen. Man entlastet junge Eltern indem man Zeit mit ihren Kindern verbringt. 3-4 Stunden pro Woche nützen allen Beteiligten. Fröhlichkeit und Freude in Gesellschaft wirken zudem positiv auf unser Immunsystem.

Heute präsentierten sich im Gasteig auf der 7. Münchner Freiwilligen Messe (www.foebe-muenchen.de) über 80 Initiativen und Verbände. In München gibt es zahlreiche Generationen verbindende Initiativen - Brotzeit, DIS AG, Münchner Tafel, diverse Mentorenprogramme wie BigBrothers Big Sisters (www.bbbsd.org), artists-for-kids, allfa beta bzw. www.siaf.de, Café Glanz, Seminar für mehrsprachige Helfer, Oma-Opa-Service im evang.-luth. Dekanatsbezirk, Erzählcafé in der Seidlvilla u.s.w., bei denen man sich engagieren kann und gleichzeitig einem vorzeitigen Abbau der eigenen Gehirnzellen entgegenwirken kann. Die Mehrzahl der Organisatoren suchen dringend ehrenamtliche Helfer und Helferinnen. 

Donnerstag, 24. Januar 2013

..heute darf ich Ihnen nicht nur eine ganz spezielle Einladung von Frau Goertz anbieten:


Dienstag, 22. Januar 2013

Eine weitere Empfehlung von Frau Dr. Altenberger:

3. Konzert in der neuen Saison der HERRSCHINGER KONZERTE am Sonntag, den 27. Jan. 2013

Nach dem romantischen Trio Nr. 3 in B-Dur des Saarländers Theodore Gouvy (1819-1898) spielt es ein kurzes Werk des Zeitgenossen Nicolas Bacri (geb. 1962) , sein zweites Trio "Les Contrastes".
Den Abschluss wird das großartige Klaviertrio von Maurice Ravel (1875-1937) bilden.
Das 2000 gegründete Verdandi Trio München, ein Klaviertrio bestehend aus den beiden Münchner Philharmonikerinnen Ilona Cudek an der Geige und Elke Funk-Hoever am Violoncello sowie der Pianistin Mirjam v. Kirschten, hat sich die Aufgabe gestellt, sowohl die traditionelle Klaviertrioliteratur zu pflegen, als auch unbekanntere Werke und die Moderne aufzuführen.




Samstag, 19. Januar 2013

Donnerstag, 17. Januar 2013

Herrschinger Konzerte


Ankündigung von Frau Dr. Altenberger:
zum 11. Mal gastiert das alljährliche Kinderkonzert der Münchner Philharmoniker in Herrsching.
Dieses Mal, am 20. Jan. 2013 um 15 Uhr, präsentiert Heinrich Klug unter dem Motto "Der Zauberlehrling" Musik von Alberto Ginastera und Paul Dukas.
Dazu gibt es große Projektionen der spielenden Musiker bzw. von Bildern zu Goethes Ballade "Der Zauberlehrling", die Heinrich Klug's Bruder Hartmut Klug gezeichnet hat.
Viel Spaß und beste Unterhaltung für Jung und Alt ist sicher ....
Karten können auch gern bei Frau Dr. B. Altenberger vorbestellt werden.: 
Tel.: 08152/9893170 oder im Internet www.altenberger.net bzw. vhs@altenberger.net


Sonntag, 6. Januar 2013


Neujahrswünsche von Goethes Mutter Katharina Elisabeth Goethe

Man nehme zwölf Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, sodass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet
aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.
Denn wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen netter Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit
und einer guten erquickenden Tasse Tee.

Samstag, 5. Januar 2013

Top Ten



Hier die "Top Ten" der Posts in den vergangenen 8 Monaten.

Ich finde es sehr spannend, was meine Leser am meisten interessiert und versuche darauf einzugehen. Mal sehen, ob es mir gelingt. An Ostern habe ich das erste Jahr und damit auch den Bericht über die deutschen Sitten und Bräuche im Jahresverlauf abgeschlossen. Die Freude am Erinnern folgt wie bei allen älter werdenden Menschen an zweiter Stelle siehe "weiße Handschuhe".

Freitag, 4. Januar 2013

2013 und die 13


Nach den Glücksbringern (vierblättriges Kleeblatt, Glücksschwein mit Glückspfennig, Schornsteinfeger, Hufeisen) zu Silvester will ich mich heute ein wenig mit anderen bekannten Regeln des Aberglaubens befassen. 

Aberglaube - es finden sich im Netz diverse Definitionen, aus meiner Sicht handelt es sich um Glaubensformen oder Vorstellungen, die nicht dem Stand der wissenschaftlichen Kenntnis einer Gesellschaft entsprechen, manchmal auch in erkennbarem Widerspruch dazu stehen wie die sprichwörtliche schwarze Katze, aber dennoch praktiziert werden.

Manchmal gibt es gerade im Bereich der Bräuche Überschneidungen zwischen Aberglaube, Bauernregeln, Mondkalender und Volksglaube. Hier finden sich zahlreiche noch nicht erforschte Bereiche des sogenannten kollektiven Wissens. Man - auch ich - neigt dazu, diese Aussagen ein wenig von oben herab zu sehen und zu belächeln. Trotzdem liebe ich einige in den Grenzbereich fallende Sitten und Bräuche. Manches Kraut hat seine Wirkung getan, auch wenn die Wissenschaft keinen Beleg dafür finden konnte.

Das Jahr 2013 und die Zahl 13 verlockt, sich mit diesem Thema näher zu befassen. Da der Vater meines Mannes vor 100 Jahren am 13. November 1913 geboren wurde, galt die Zahl „13“ in der Familie Gruppe als Glückszahl. 
In Teilen Frankreichs, Italiens oder in Mexiko gilt die Dreizehn als Glückszahl! Im italienischen Fußballtoto (Totocalcio) ist die 13 der Volltreffer.

Da die Zahl 13 in vielen europäischen Ländern als Unglückszahl gilt, wird man schwerlich eine 13. Reihe im Flugzeug, einen 13. Stock oder Zimmer 13 in einem Hotel finden. Bei Festen lädt man 12 oder 14 Gäste ein, nicht jedoch 13. Erwiesenermaßen ist die 13 eine seltene Zahl. 12 gute Feen bei Dornröschen , die böse Fee ist die 13. Die 13 im Tarot ist „La Mort“  - der Tod. Mein Mann hat in der Schule gelernt, dass dieser spezifische Aberglaube einen christlichen Ursprung hat, Christus ist an einem Freitag gestorben und  der Verräter Judas war der 13. Jünger.

Die „Triskaldekaphobien“ sind eher eine Folge einer self-fulfilling prophecy, also einer Vorhersage, die durch eine massive Erwartung eingetreten ist. Bei Freitag dem 13. gibt es richtige Phobien - die Menschen machen keine Termine aus, gehen nicht aus dem Haus u.s.w. 

Die Katzen wurden erst mit dem Christentum verdammt. Im alten Ägypten war die Katze eine Göttin bzw. ein heiliges Tier, schützte die Kornkammern und die Ernte vor Mäusen. Für die Christen verkörperte sie das Heidentum. Ironischerweise kam im Mittelalter mit Ausrottung der Katzen die Pest auf und vernichtete Millionen Menschenleben. Bis heute ist allerdings nur „die schwarze Katze von links“ ein Unglückszeichen, alle anderen Begegnungen mit Katzen bringen Glück. Eine dreifarbige Katze schützt vor Feuer.


Sternschnuppen (= von in die Erdatmosphäre eingetretenen Meteoriten erzeugte Lichteffekte). Fällt eine Sternschnuppe vom Himmel soll ein Wunsch in Erfüllung gehen, wenn er vor dem Verglühen zu Ende gedacht wurde. Ganz besondere Kräfte werden Sternschnuppen zwischen dem 25.12. und dem 6.1. also in den Raunächten zugeschrieben.


Scherben bringen Glück“  gilt vor allem am Polterabend, wo vor dem Haus der Braut Geschirr zerschlagen wird, dies soll mit dem Lärm böse Geister vertreiben und beim Zusammenkehren zeigen, dass das Paar gemeinschaftlich Probleme löst und Ordnung hält. Man denke auch an die Scherbenrituale bei Schiffs- oder Zugtaufen.


Glücksbringer, Talismane und Amulette sind weit verbreitet, kaum ein Sportler oder Mannschaft, die beim Turnier oder bei einer Sportveranstaltung so etwas nicht dabei hat. Sie vermitteln uns Sicherheit ähnlich wie Bräuche und Traditionen. Kupferarmbänder und Elefantenhaare sollen Krankheiten vermeiden oder Fruchtbarkeit bringen. Selbst bei Ärzten sind diese Dinge gar nicht so selten zu finden. Glückspfennige sollen uns reich und gesund machen und vor Dämonen schützen. Am meisten helfen diese Dinge, wenn sie uns von einem lieben Freund oder Freundin geschenkt wurden.

Möge das Neue Jahr für uns alle unter gutem Omen und guten Sternen stehen!




Mittwoch, 26. Dezember 2012


Hier noch ein Nachtrag sogar mit Bild:

Cagatió


 Cagatió = "der scheißende Holzklotz", eine typisch katalanische Weihnachtstradition. Er kommt am 8.12. in die Wohnung und bekommt eine Decke, damit er nicht friert und wird gefüttert. Am 24.12. wird er mit einem Lied und Stockschlägen aufgefordert zu "verdauen" und bringt kleine Gaben hervor. Die größeren Geschenke gibt es in Barcelona und Umgebung erst am 6.1. zu Heilig Dreikönig.

Die sog. "Glückskekse" stammen nicht aus China und wurden erst in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts dorthin importiert. Es gibt sie überwiegend in USA und Europa. 

Samstag, 22. Dezember 2012


Silvester- und Neujahrsbräuche:

Seit der Einführung des gregorianischen Kalenders ist der letzte Tag des Jahres der 31. Dezember dem Heiligen Silvester geweiht. Papst Silvester der I. verstarb am 31.12. 335 in Rom.
Wie zu allen Festtagen vermischen sich auch zum Jahreswechsel Religion, Mystik und Aberglaube. Auch bei uns erfolgt nicht nur deshalb das Abendessen „im Kreise“ unserer Freunde. Der Kreis schützt vor Dämonen, die hier nicht eindringen können. Außerdem heißt es, wer an Neujahr küsst, bleibt auch unterm Jahr nicht allein.
HEFERING ZUM NEUEN JAHR 


Traditionelle Essen zum Jahreswechsel sind wohl Fondue oder Raclette (werden in einer Runde gegessen), aber auch Heringssalat, Berliner=Krapfen, Feuerzangenbowle u.s.w. In vielen Ländern gibt es Linsengerichte mit der Idee, diese kleinen flachen Dinger bringen Geldsegen im Neuen Jahr und Glück. Die Königsberger Studenten fuhren früher mit dem Boot hinaus und aßen Linsensuppe mit Krabben und tranken Champagner - sagt man. In Italien gibt es Zampone (gefüllter Schweinsfuß mit Linsen), auch dort bedeutet das Glück in Gelddingen.

Viele Sitten zum Neuen Jahr gehen um die Abwehr vor bösen Geistern mit Peitschenknallen, Schellenrasseln, Krach und neuzeitlich immer mehr Feuerwerken weltweit. Das Geläut aller Kirchenglocken trägt ebenso dazu bei wie die Schiffssirenen im Hamburger Hafen. An dieses furiose Konzert kann ich mich aus meinen Hamburger Jahren gut erinnern. An Neujahr gibt es in Hamburg für Kinder dann das sogenannte „Rummelpottlaufen“, einer der zahlreichen Heischebräuche, zu dem Kinder singend von Haus zu Haus ziehen und kleine Gaben einsammeln. Man soll in dieser Nacht auch keine Wäsche waschen, da sich sonst Wotan mit seinen Heeren in der Wäscheleine verwickeln könnte ...

Sektkorkenknallen und Gläserklang rundet den Übergang vom alten ins Neue Jahr ab. Viele sagen „Prosit“ (=Möge es gelingen) oder „guten Rutsch“ (von den einen als „gute Reise“ von den anderen als aus dem jiddischen übernommen „rosch ha schana tov“= einen guten Jahresanfang gedeutet). Eine liebe Patientin hat mich daran erinnert, dass man in Würzburg/Franken „einen guten Beschluss“ also ein guten Abschluss des Jahres wünscht.

Viele nutzen den Jahresausgang, um mit Orakelbräuchen in die Zukunft zu schauen, am weitesten verbreitet ist das Bleigiessen, es gibt aber auch Pendeln, Bibelstechen und vieles mehr. Viele Glückssymbole wie vierblättriges Kleeblatt, Marzipanschweinchen, Fliegenpilze oder andere Glücksbringer wie Schornsteinfeger oder Hufeisen verheissen Glück im Neuen Jahr und werden gerne verschenkt. In den letzten Jahren finden die traditionellen Silvesterläufe immer mehr Anhänger, die berühmtesten gibt es wohl in Sao Paulo und Madrid.

Ich habe mich schon jetzt unter meinen Patientinnen und Freundinnen umgehört, wie der Jahreswechsel anderorts begangen wird:

In Italien dem Land von „Amore“ sichern sich Paare das Glück im kommenden Jahr, indem sie einen goldenen Ring in die Gläser legen, mit denen sie anstossen.  Glück soll auch der Brauch (nicht nur in Italien) in der letzten Nacht des Jahres rote Unterwäsche zu tragen (Mann und Frau!) verheissen. 

Auf den Champs-Elysèes feiern Hunderttausende und wünschen sich „Bonne année“, sonst ist der Jahreswechsel in Frankreich eher ruhig und ohne Knallerei, dafür aber mit kulinarischen Köstlichkeiten.

In London versammeln sich tausende Menschen am Londoner Riesenrad „London Eye“, um ein spektakuläres Feuerwerk zu beobachten. 

In Schottland gibt es an Hogmanay=Silvester eine köstliche Sitte - junge Männer im Kilt streifen kurz nach Mitternacht durch die Strassen mit Whisky, Rosinenbrot und einem Stückchen Kohle. Stehen sie vor der Tür muss man sie unbedingt einlassen.

Bei den Griechen kann man mit Glück für das ganze Jahr rechnen, wenn man im extra dafür gebackenen Brot eine Münze findet. Anderorts wird wohl heftig gezockt. Der Gewinner soll das ganze Jahr Glück haben, der Verlierer kann wenigstens auf Glück in der Liebe hoffen.

In Russland gibt es seit der Oktoberrevolution keine Weihnachtsfeste mehr, so wird alles auf Silvester verlegt. Die Familie feiert um den Tannenbaum und es gibt Geschenke von Väterchen Frost und Schneeflöckchen=Snegurotschka.  Das wichtigste Fest überhaupt ist das Neujahrsfest mit großen Feuerwerken in allen Städten.

Noch bombastischer ist das Neujahrsfest in China, welches aufgrund des traditionellen Mondkalenders dieses Jahr auf Mitte Februar fällt. Das Riesenreich kommt für eine Woche zum Stillstand. Millionen von Chinesen ziehen in einer Art Völkerwanderung in ihre Heimatdörfer und -städte. 2013 ist das Jahr der Wasserschlange, die in China als besonders klug, logisch denkend und kreativ gilt. Durch ihre Nähe zur Erde ist sie ein Symbol der Weiblichkeit und eine Verbindung zur weiblichen Gottheit! Neben besonderen Essensitten (Teigtaschen in Form alter chinesischer Geldstücke) gibt es grandiose Feuerwerke. Die Chinesen sind berühmt für ihre pyrotechnischen Kunstwerke! Unverheiratete Frauen sollen Mandarinen - vernünftigerweise mit Telefonnummer - ins Meer werfen, um den Mann ihrer Träume anzulocken.

In Japan dauert das Fest bis zum 7.Januar und beginnt ruhig. Um Mitternacht erschallen aus jedem Tempel des Landes 108 Glockenschläge, um die Übel des alten Jahres zu vertreiben. Typische Besonderheit sind Klösse aus Klebreis = Mochis. Sie versprechen langes Leben - wenn man sie überlebt hat. Jedes Jahr wird die Überlebenshilfe bei Ersticken veröffentlicht: Patienten auf den Bauch legen und 5x zwischen die Schulterblätter schlagen.

Noch ein paar hübsche Sitten: 
die Dänen steigen auf Stühle und springen mit dem 12. Glockenschlag auf den Boden. In Brasilien werden Blumen zu ehren der Meeresgöttin um Mitternacht ins Meer geworfen. In Australien gibt es allerorten große Strandpartys und -picknicks. Nur in Sydney gibt es ein zwölfminütiges Feuerwerk mit einer Minute für jeden Monat des Jahres. Private Feuerwerke und Knallereien sind aufgrund der hohen Waldbrandgefahr verboten. In Argentinien werden alte Unterlagen vernichtet und aus dem Fenster geworfen, um von Altlasten zu befreien. Eine Patientin hat mir auch erzählt, dass 3x "rabitt" zu sagen, also "rabitt rabitt rabitt", nicht nur am Neujahrstag,sondern an jedem 1. Tag der Monats in den englischsprachigen Ländern Glück bringt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele Küsse und ein Frohes Neues Jahr und happy new year, 
新年好bonne année, felice anno nuovo, 明けましておめでとう, godt nytt år, с Новым годом, an nou fericit, szczęśliwego Nowego Roku, سال نو مبارک,






Ein paar Nachträge zu meinem Bericht über Advents- und Weihnachtsbräuche haben noch Patientinnen geliefert:

MEINE BARBARAZWEIGE BLÜHEN!
Anstelle des Adventskranzes (aus Hamburg) gab es in Bayern und Österreich das „Paradeisl“, ein pyramidenförmiges Gebilde aus 4 Äpfeln und 6 Holzstäben und 4 Kerzen. Die Stäbe werden in die Äpfel gesteckt, mit Tannengrün oder Buchs umwickelt und zu einer Dreieckspyramide geformt. Die Kerzen kommen in die Äpfel und wie beim Adventskranz wird an jedem Sonntag eine Kerze angezündet, zuletzt die oberste an „Gaudete“.

Das „Siebenerlei“ und „Neunerlei“ zum Fest sind die Gewürze, die nach altem Brauch zum Backen von Lebkuchen oder Lebzelten verwandt werden: Kardamon, Koriander, Muskat, Nelken, Zimt, Ingwer und Anis, beim zweiten auch noch Piment und Fenchel. Dahinter steht eine uralte christliche Zahlensymbolik. Aus fremden Ländern gelangten diese Gewürze meist über Venedig nach München und wurden auf der Jacobidult auf dem heutigen Jakobsplatz verkauft. 

Ein gesonderter Post zu den Sylvester- und Neujahrsbräuchen folgt. 

Mittwoch, 19. Dezember 2012


"Gott gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann,
den Mut,
Dinge zu ändern,
die ich ändern kann,
und die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden."

 "God grant me the serenity,
to accept the things,
I cannot change,
courage 
to chance the things I can,
and wisdom
to know the difference."


Mein Vater und auch mein Mann haben völlig unabhängig voneinander (wie wir beim Tod meines Vaters festgestellt haben) diesen, dem Schwaben Friedrich Christoph Öttinger zugeschriebenen, Spruch über Jahre in Ihrer Brieftasche getragen. Irgendwie geht er mir in den letzten Tagen ziemlich oft durch den Kopf.  Ich glaube, es ist ein guter Vorsatz fürs Neue Jahr. Bei allem Temperament, Kreativität und Phantasie könnte ich ab und zu ein wenig mehr Gelassenheit im Sinne des stoischen Anteils dieser Lebensweisheit gebrauchen, nämlich Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann. Wie ich jetzt gelesen habe, stammt der Satz wahrscheinlich von dem amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr. Im Gegensatz zur Stoa fordert der Satz aber auch den Mut zu Veränderung und die Weisheit zu differenzieren! 

Zum Jahresende blicken wir auf das Erreichte zurück, aber auch vorwärts auf das vor uns Liegende und ziehen Bilanz. In diesem Sinne wünsche ich uns allen das Gelingen unserer Ideen und Planungen, Erfolg bei der Verfolgung unserer  Ziele und Gelassenheit und Weitsicht in unseren Entscheidungen!

Montag, 17. Dezember 2012

20 C+M+B 13

Die "Sternsinger" - ab dem 25.12. bis zum Dreikönigsfest am 6.1. singen sie wieder und sammeln diesmal für Kinder in Tansania. Deshalb will ich heute ein wenig über diesem Brauch erzählen, den es nachweisbar seit dem 16.Jahrhundert gibt. Seit meiner Jugend gibt es bei uns zentral gesteuerte Sternsingeraktionen, die meist für Entwicklungshilfeprojekte sammeln, die Kindern in Not weltweit helfen. Das Sternsingen geht auf die heiligen drei Könige Caspar,
Melchior und Balthasar mit Ihren drei Weihegaben Weihrauch, Myrrhe und Gold zurück, die dem Stern zum Kind folgten. Bei uns kommen sie nur auf Wunsch, singen Lieder, sprechen ein Gebet und schreiben mit geweihter Kreide über die Haustür die traditionelle Segensbitte C+M+B mit der jeweiligen Jahreszahl. "C+M+B"="Christus mansionem benedicat" heißt "Christus segne dieses Haus". Der Hintergrund dieser Sitte ist die Vertreibung der Winterdämonen in den Rauhnächten durch Räuchern des Hauses. Die heilige Zahl 3 in weißer Schrift geschrieben weist böse Geister ab.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

von Weihnachtsbrauch bis Prinzregent

Eine weitere Patientenempfehlung als "Weihnachts-Special":

STATTREISEN bietet eine spezielle Vorweihnachtsführung mit Bräuchen rund um den Christkindlmarkt an: "Rauschgoldhaar und Tannengrün" - siehe unter www.stattreisen-muenchen.de.

Hier finden sie auch die genauen Daten zu einer neuen Führung auf den Spuren des Prinzregenten Luitpold aus Anlass seines 100. Todestages:
"München leuchtete..."
Zitat: "Nicht wenige erklären die Prinzregentenjahre zur „guten, alten“ Zeit.  Der 100. Todestag  des Monarchen am 12.12.2012 ist Anlass auf  die mehr als 25 Jahre unter seiner Ägide zurückzublicken.
Nach dem schwierigen Start als Verdränger des bald verklärten Märchenkönigs  gelang dem „Verweser“ des Königreichs ein fulminanter Imagewandel. Der vormals eher unscheinbare alte Herr  mutierte  zum hochgeschätzten, gütigen „Vater der Bayern“. Sein Prinzregenten-Titel ist mit vielen Münchner Bauten verbunden, seine  Persönlichkeit aber fast  in Vergessenheit geraten."


Dienstag, 11. Dezember 2012

"Lichtgestöber"

Heute möchte ich noch einen kleinen Bericht von einer wunderbaren Ausstellung im arp museum im Bahnhof Rolandseck anfügen. 



In dem wunderbaren klassizistischen Bau des Museums im alten Bahnhofsgebäude und im architektonischen Highlight von Richard Meier sind immer wieder sehr schöne Ausstellungen, nicht nur von Arp sondern auch aus der Unicef-Sammlung Kunstkammer Rau. 










Die Ausstellung "Lichtgestöber" - der Winter des Impressionismus verdient besondere Aufmerksamkeit. Leider gibt der Katalog nicht die Transparenz und Helligkeit der Bilder wieder. Die farbintensiven Winterlandschaften Claude Monets, Gustave Caillebottes, Van Goghs, Max Liebermanns und Alfred Sisleys bilden den Mittelpunkt der Ausstellung. Im Entree wird der Klimawandel erfahrbar anhand des langsam schmelzenden Gletschers der Pasterze, eines schmelzenden Eisblocks und einer Temperaturkurve. Gerade anhand des Kälterekords von -24 Grad im strengen Winter 1879 in Paris und Fotos aus dieser Zeit sowie Gemälden dazu wird die Veränderung besonders gut dargestellt. Passend zum Architekten und "white guy" Richard Meier wird in der Ausstellung Licht und "weiß ist nicht gleich weiß" nochmal nebeneinander gestellt. 




Was gibt es Schöneres als innen diese herrlichen Winterlandschaften mit den glitzernden Schneedarstellungen und draußen das erste heftige Schneegestöber dieses Winters, dazu die leckeren Köstlichkeiten im Bistro mit seinen unglaublichen Kristalllüstern. Ein weiteres Eventwochenende am Rhein. Im Bistro hängen die witzigen und frechen, phantasievollen Bilder von R.Gaymann. Ein Spaß, an dem man per Mail, die Freunde teilhaben lassen kann.
Die Einladung zu einem ganz besonderen Kunstevent kommt über zwei liebe Patientinnen:

Dienstag, 4. Dezember 2012

heilige Madl


Barbara Zweige
Barbara mit dem Turm
Heute haben erstmals gleich mehrere Menschen am „Barbaratag“ an mich gedacht und so gibt es bei uns in der Praxis auch „Barbarazweige“. Wie unter „staade Zeit“ beschrieben, haben wir sie ins warme Wasser gestellt und hoffen, dass sie bis Weihnachten blühen. 
Barbara gehört zur Gruppe der drei heiligen Madln unter den 14 Nothelfern oder wie meine Mutter immer zitierte : „Barbara mit dem Turm, Margareta mit dem Wurm und Katharina mit dem Radl, das sind die drei heiligen Madl” – nach ihren Attributen. Ergänzt um die heilige Dorothea bilden die vier Frauenheiligen die „quattuor virgines capitales”, also die vier besonders heiligen Jungfrauen. Das sollte bei einer Frauenärztin erwähnt werden. 

Barbara ist auch die Heilige der Bergleute, wie mein Vetter Karl-Hanns so nett schreibt: "es ist doch kein Zufall, dass du gerade den Namen einer Patronin des Bergbaus trägst und an deiner Seite einen „Bergmann“ hast."
Wetterorakel zum Barbaratag: Gibt Sankt Barbara Regen, bringt der Sommer wenig Segen.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Christkind und Weihnachtsmann



Wir haben die Kerze am Adventskranz angezündet und mit dem Adventskalender begonnen. Ich möchte die Zeit nutzen um über die deutschen Weihnachtsbräuche zu plaudern.

Alle diese Bräuche sind eine säkularisierte Mischformen aus regional unterschiedlichen Bräuchen nichtchristlichen Ursprungs zum Winter und der  Wintersonnwende und christlichen Bräuchen zur Geburt Jesu Christi, die auch diejenigen ansprechen, die sonst eher zu den Skeptikern zählen.

In meiner Familie und auch in der Familie meines Mannes kam nicht, wie heute üblich der Weihnachtsmann, sondern das Christkind. Im 18. Jahrhundert fand in katholischen Gegenden die Bescherung durch den Nikolaus und in evangelischen durch das Christkind statt. Die sprachliche Grenze zwischen Weihnachtsmann und Christkind verlief von Nordwesten nach Südosten durch Deutschland, daher gab es in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen das Christkind.

Ein fester Bestandteil ist bei uns der Kirchenbesuch, der Christmette oder Christvesper. Wobei wir in den vielen Jahren unserer Ehe wechselweise in Maria zum guten Rat, mit den Patenkindern zum Kindergottesdienst in katholischen Kirchen wie St. Bonifaz, in St. Johannes Baptist in Pfaffenhofen oder Kloster Scheyern waren oder auch zu zweit in der evangelischen Gustav-Adolf-Kirche in Ramersdorf.

Bereits vor Weihnachten, meist aber erst unterm Christbaum/Weihnachtsbaum wird die Weihnachtskrippe aufgestellt. Auf jeden Fall lohnt sich auch ein Besuch in St. Kajetan/Theatinerkirche - dort kann man eine wunderbaren Krippe in italienischer Landschaft bewundern.

Wie in den meisten deutschen Familien gibt es bei uns einen Tannenbaum, den wir am 24.12. morgens schmücken. Bei uns gibt es immer noch echte Kerzen und viel selbstgemachten Baumschmuck, z.T. noch aus meiner Kinderzeit wie Strohsterne, aus Goldpapier geflochtene Sterne und vieles mehr. Jedes Jahr kam etwas dazu. Jede Kerze am Baum bekommt eine rote Schleife mit dem Namen eines Freundes, von Verwandten oder Menschen, an den wir besonders denken wollen in diesem Jahr. „Ich zünde für Dich eine Kerze an unserem Weihnachtsbaum an“.

Seit vielen Jahren treffen wir uns am 23.12. abends bei Freunden, um die Weihnachtstage zu beginnen. Es ist eine schöne Tradition. Über viele Jahre hatten wir auch für den 24.12. mittags eine weitere solche Tradition, die mit dem gemeinsamen Kirchgang beschlossen wurde. In meiner Studentenzeit gingen wir an Heiligabend nach der Christmesse zu einem Schulfreund zum Würstlessen. Geschenke für die Erwachsenen gibt es bei uns schon seit vielen Jahren an Weihnachten nicht mehr, wir genießen das Zusammensein unterm Baum, die schöne Musik oder das köstliche Essen. Neben den üblichen Weihnachtsliedern wie „O du fröhliche, oh du selige“, „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „Vom Himmel hoch da komm ich her“ wurde bei uns immer das Lieblingslied meines Vaters „Tochter Zion, freue dich“ gesungen.   Von meiner Mutter oder Großmutter  habe ich mir als Kind immer "Es wird scho glei dumpa, es wird scho glei Nacht" gewünscht.  Die Texte muß ich heute nachlesen. Zu meiner Schande kann ich keinen einzigen Liedtext mehr vollständig, aber in Gemeinschaft findet sich manche Zeile leichter. Gott sei Dank findet sich im Internet Hilfe zum Ausdrucken - siehe unter http://www.derweg.org/mwbrauch/wheilidr.htm. Diese deutschen Weihnachtslieder sind eine herrliche Tradition - ich höre andere gerne singen und liebe den Klang schöner Stimmen. 

In unserer Kinderzeit gab es auch besondere Weihnachtsessen - „Seidenwürstle und Kartoffelsalat“ und „Rehbraten mit Spätzle“. Karpfen oder Gänsebraten wie bei Freunden üblich, gab es bei uns an Weihnachten nie. In meiner Kindheitserinnerung dominieren Düfte von Plätzchen wie den köstlichen Zimtsternen und Mandelmakronen meiner Mutter, aber auch von den Mandarinen und Apfelsinen auf dem Plätzchenteller, die damals ja sonst selten waren. Damals gab es auch die Räuchermanderl, in deren Innerem kleinen Räucherkerzen abgebrannt wurden. Seit einigen Jahren lädt eine Cousine meines Mannes den in München lebenden Teil der Familie Gruppe zum Gansessen zum Weissenbeck nach Unterbachern ein. Da geht's meist recht lebendig und fröhlich zu. Erst in den letzten Jahren ist mir klar geworden, wie sehr solche Traditionen für mich Hilfe und Stütze sind.

Auch wenn ich klare Linien in der Inneneinrichtung bevorzuge, liebe ich in der Vorweihnachtszeit Glitzer, Licht und Dekoration mit Kerzen und Schmuck. Wenn meine Damen Mandarinen essen und der Duft der Schale die Praxis erfüllt, bin ich beglückt.  Am 6. Januar freue ich mich, wenn die Dekoration wieder in den Keller kommt und der Baum „geplündert“ und die Wohnung wieder aufgeräumt wird.

In vielen Religionen gibt es kein Weihnachten, aber manchmal andere Feste zum Jahreswechsel. Um sie zu erfreuen bekommen die Kinder ab und zu trotzdem kleine Gaben. Ganz spannend ist, was meine Patientinnen aus aller Welt von den völlig unterschiedlichen Traditionen in ihren Ländern erzählen - vielleicht berichte ich dazu im nächsten Jahr.

Auch wenn heute oft zu viel geschenkt wird, kleine Gaben als Zeichen der Wertschätzung oder zur Überraschung und Anerkennung erfreuen unser Herz, erleichtern das Miteinander und zaubern bei allen Beschenkten ein Lächeln ins Gesicht.